Wie arbeitete man in den 70er-Jahren? Wie sah damals eine Office Inspiration aus? Diese Frage können wir euch heute leicht beantworten ohne die Fotoalben der Eltern rauszukramen. Judith stieß nämlich vor einigen Wochen auf ein tolles Buch der „Schöner Wohnen“ aus dem Jahre 1977. Ein Wohnbuch mit Tipps und Trends für jede Art von Wohnung oder Haus. Dachschrägen, das Stylen vom Arbeitsplatz oder ein farbenfrohes Jugendzimmer, alles drin! Direkt nach dem Gefühl der Begeisterung dieses Schätzchen genau 40 Jahre später in der Hand zu halten, kam die Erkenntnis: Irgendwie bauen wir heute im Interiorbereich noch auf die gleichen Bausteine. Vor allem das Material heute ähnelt dem vor fast 40 Jahren ungemein. Holz, Metall, Samt, ihr wisst schon, auf was ich hinaus will. Grund für uns, eine kleine Serie zu starten und sich die Interior-Looks der 70er Jahre mal genauer anzuschauen. Starten werden wir mit dem Arbeitsplatz.

Wir stylen die 70´s Office Inspiration modern nach

Was all die bunten Fashionmagazine á la „Shop the Look“ machen, können wir auch. Deswegen zeige ich euch, wie man den 70er-Jahre-Look heute modern nachstylt und wo man die schönsten Möbel hierfür findet. Natürlich geht es mir nicht darum, eine 1:1 Kopie zu erzeugen. Vielmehr will ich euch zeigen, wie man mit modernen Möbel einen ähnlichen Look findet, der aber nicht altbacken wirkt. Fangen wir also an.

Analyse: Arbeiten und Design in den 70er-Jahren

Glaubt man dem Foto, war Arbeiten in den 70er-Jahren alles andere als pompös und opulent. Die Reduktion auf das Wesentliche stand hier im Vordergrund. Eine anscheinend ziemlich neue Entdeckung war die Neonleuchte, die aber schon hier auf das Minimalste reduziert ist.Der Arbeitsplatz als Vintage Klassiker bald im modernen Look

Ich habe mir vier Dinge auf dem Foto gesucht (naja, vielmehr gibt es auch nicht) auf die ich meine Recherche beschränke: Neonlampe, Tischböcke, Tischplatte und Glasvase. Mein Vorschlag für eine Designer Variante sähe wie folgt aus:

Den Arbeitsplatz schlicht und minimalistisch dekorieren mit Designer Moebelstuecken

Die Möbelstücke im Detail:

Die Kien Neonroehre laesst durch das Smartphone das Licht regulieren

1. Neonlampe: Ziemlich genau getroffen hat es die Kien-Lampe. Was für ein schönes Teil, das in seiner Zurückgenommenheit von Dieter Rams inspiriert ist. In den 70er-Jahren wusste man noch nichts von mobilen Endgeräten und die Vorstellung eines Smartphones hätte wahrscheinlich sehr nach Sience Fiction geklungen. Heute ist das für uns ganz normal und so bedient sich Kien auch dieser Technologie: die Lampe lässt sich mit dem Smartphone regeln. Aber nicht nur hell und dunkel, sondern auch die Farben können gesteuert werden. Finde ich echt mal ein beeindruckendes Feature.

Die Design Tischboecke aus Holz von Tomas Alonso2. Böcke: Gerade überlege ich, ob ich nicht einmal einen eigenen Beitrag über Tischböcke machen sollte. Es gibt nämlich so wahnsinnig viele, schöne Böcke! Ich habe mich für die von Tomas Alonso entschieden. Die Stücke vom spanischen Designer, der in London lebt, haben einfach das gewisse Etwas. Sie sind clean, aber trotzdem verspielt. Schlichtes Design muss ja nicht gleich langweilig heissen.

 

 

 

 

 

 

 

3. Tischplatte: Die Tischplatte ist wieder ein Klassiker. Eine Linoleumplatte, die man eigentlich klassisch auf einem Eiermann-Gestell sieht. Ich kombiniere sie aber zu den Böcken, was ein sehr harmonisches Bild ergibt.

4. Und wo wir schon bei Eiermann sind, könnt ihr den klassischen Drehstuhl vintage besorgen. Ich habe mich aber nach einer Alternative umgeschaut und bin bei Modulor fündig geworden. Fast ebenso schlicht, wenn auch mit einem chromfarbenen Gestell.

Die Design Glasvase Ovalis von iittala

 

5. Vase: Und zu guter Letzt darf die Deko auch nicht fehlen. Auf dem Tisch gibt es ja nicht gerade viel davon. Aber immerhin eine Vase, die aber auch eher als Aufbewahrung benutzt wird. In der modernen Variante soll sich das ändern, denn Blumen tun dem Kreativen Arbeiten enorm gut. Ich habe mich für die zeitlose, ovale Vase von iittala entschieden. Ein kleines Investment, aber man gönnt sich ja sonst nichts.

 

Die Office Inspiration mit wenig Budget

Muss man nun für das Nachstylen tief in die Tasche greifen? Nein, es gibt auch viele Möbel, die man günstiger kaufen kann. Diese Variante kostet beispielsweise weniger als 250 € und sieht dabei gar nicht so schlecht aus. Der Tisch samt der Böcke und die Vase kommen von Ikea, der Stuhl von Made.com und die Neonröhre habe ich auch günstig online gefunden.

Mit wenig Budget einen Design Arbeitsplatz dekorieren

Die Low Budget Variante mit dem Klimpen Oddvald Tisch   1. Tisch: Der Tisch ist ein Ikea Klassiker. Wer kennt die Böcke nicht? Die meisten von uns hatten sie schon einmal. Egal ob im Jugendzimmer, in der Studentenbude oder im Coworkingspace. In Kombination mit der glänzenden Tischplatte wirken die Böcke direkt etwas edler.

 

 

 

Neonlicht Lampe in Metall fuer den Schreibtisch2. Neonlampe: Die Lampe kommt dem Original tatsächlich sehr nahe. Einzeln betrachtet ist sie vielleicht nicht das schönste Stück, aber in der Gesamtkomposition passt sie doch sehr gut.

Office Inspiration mit dem Drehstuhl aus Holz

3. Stuhl: Der Stuhl ist zwar nicht aus schwarz-gebeiztem Holz, aber bei einer günstigen Variante für den Stuhl kamen mir einfach zu viele hässliche Modelle in schwarzem Plastik entgegen. Deswegen bin ich zu Holz übergegangen und habe diese schlichte Variante gefunden.

 

Ikea Blumenvase in grau4. Vase: Als Vasenform kann man natürlich auch eine andere wählen. Ich habe mich für eine große Vase entschieden, die viele Möglichkeiten bietet: Als Behälter, für einen riesigen Blumenstrauß (Judith hatte im letzten Artikel ein paar schöne Blumeninspirationen) oder einfach nur, um sich dahinter vor den nervigen Kollegen zu verstecken.

 

Mein Fazit

Ihr seht, manchmal kann man sich ruhig dem Vintage Design annehmen und schauen, was man von den alten Ideen übertragen kann. In meinen Beispielen sieht man, wie modern ein alter Look aus den 70ern doch aussehen kann. Denn wie heisst es so schön: Man sieht sich im Leben immer zweimal… Gilt wohl auch für Interior Design.

 


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2 Comments

  1. Eine sehr schöne Idee – macht gerne mehr davon ;) Ich lese übrigens ganz regelmäßig eure wunderbaren Beiträge.
    Vanessa

    • Liebe Vanessa, das freut uns zu hören :) Danke für’s Feedback. Ja, es kommt noch Teil 2 und Teil 3. LG, Judith

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