Letztens  bin ich online auf eine traumhafte Vase von Interior-Designerin Theresa Arns gestolpert und habe mich direkt schockverliebt. Ich habe mir das Bild gespeichert und nach ein paar Tagen habe ich mir gedacht: Die Designerin musst du dir aber mal genauer anschauen. Gesagt, getan. Und zu meiner nicht so grossen Verwunderung habe ich gesehen, dass Theresa Arns noch viel mehr atemberaubende Designs zu bieten hat. Grund also, die in Kopenhagen lebende Designerin heute mal zu Wort kommen zu lassen:

Die Interior Designerin Theresa Arns

 

 

Der La Boum Trolley und Turning Table

Wer bist du und was machst du?

Ich bin Theresa Arns und bin Möbel- und Interior-Designerin und arbeite mit meinem Designstudio in Kopenhagen.

 

Wie würdest du deinen Stil beschreiben?

Ich glaube das ‘Stile’ in dem Sinne überbewertet werden und Dinge gerne kategorisiert werden. Als Designer hat man natürlich seine Herangehensweisen und Sichtweisen, die die eigene Arbeit charakterisieren – was sehr wichtig ist – aber ich denke, noch wichtiger ist es jeder neuen Aufgabe offen zu begegnen und vor allem offen für verschiedene Stilrichtungen und Tendenzen zu sein und mit dem Kontext des jeweiligen Projektes zu arbeiten. Es ist essentiell, sich umzuschauen, nicht nur national und regional, sondern auch international und historisch. Bei mir passieren diese Prozesse oft sehr intuitiv und es findet häufig eine Vermischung statt. Trotzdem kann man sicher bei den meisten Designern und wohl auch bei mir eine Art Handschrift erkennen.

Ich denke, dass ich mit sehr klaren Formen arbeite, die sich durch den Fokus auf die Details und die Zusammensetzung und Wahl der Materialien auszeichnen. Ich denke viel über Funktionalität und Handlungsabläufe nach, arbeite aber oft mit Assoziationen und Atmosphären, da ich ein sehr emotionaler Mensch bin.

 

Du bist aus Deutschland und lebst seit 5 Jahren in Dänemark. Was waren die Gründe hierfür?

Während meines Architekturstudiums in Deutschland habe ich gemerkt, dass ich die Architektur und Innenarchitektur liebe, meine noch größere Passion aber Möbel sind. Ich habe dann einen Studiengang an der School of Architecture in Kopenhagen gefunden, der sich auf Möbeldesign konzentriert. Ich bin also gekommen um meinen Master hier zu machen und bin bis heute geblieben. Die dänische Designszene ist sehr stark und für mich hat es mehr Sinn gemacht hier zu arbeiten und zu leben. Kopenhagen ist eine wunderbare Stadt.

Das Nova Bench Sitzmoebel ist ein Design von theresa Arns

Profitierst du durch den guten Ruf dänischen Designs?

Ich glaube nicht, dass man alleine vom guten Ruf dänischen Designs profitieren kann. Ich profitiere aber sicher von einer guten und starken Designszene hier in dem Sinne, dass es möglich ist sich mit spannenden Designern auszutauschen und mit tollen lokalen Firmen zusammenzuarbeiten. Das Niveau hier ist hoch. Das bedeutet aber auch, dass es hier viel Konkurrenz gibt.
Was für meine Arbeit am wichtigsten ist, ist dass es hier eine andere Art der Anerkennung und Integrierung von Möbel- und Interior-Design gibt, da das ganze Feld hier eine andere Geschichte und Tradition hat, die als wichtig erachtet wird. Davon profitiert man als Designer in Skandinavien. In Deutschland oder auch in ein paar anderen europäischen Ländern haben viele die Vorstellung, dass man als Innenarchitekt Tapeten und Kissen auswählt und die eigentliche und wichtigere Architektur damit ausfüllt oder noch schlimmer – dekoriert. Ich denke, dass wir alle der Architektur und vor allem der Innenarchitektur nicht entgehen können. Wir bewegen uns fast jeden Moment unseres Lebens in Räumen, die uns mit ihrer Atmosphäre und Funktionalität beeinflussen.

Das Oda Storage Stystem ist ein Regalsystem aus dunklem Holz

Schlafzimmermoebel von Theresa Arns: Der Dusk Bedside Table

Welches Produkt würdest du gerne einmal anfertigen?

Da gibt es eigentlich kein bestimmtes Produkt. Für mich ist es fast wichtiger mit wem ich zusammen arbeite, als das konkrete Produkt an dem ich arbeite. Ich habe aber vor kurzem eine Sofaserie entworfen und mit Polstermöbeln zu arbeiten ist handwerklich, konstruktiv und ergonomisch sehr komplex. Deshalb hat es für mich viel bedeutet mit dieser Art Möbel zu arbeiten.

 

Auf was können wir uns bei dir in Zukunft freuen?

Meine Sofaserie ´Septembre´ für Menu kommt im Frühjahr auf den Markt, worauf ich mich sehr freue. Außerdem arbeite ich gerade an einigen neuen Projekten mit neuen Partnern, über die ich leider noch nichts erzählen kann.

Interior Design Kopenhagen: Das Septembre Sofa

Die Edle Design Glasvase Echasse Vase


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