Mit einer hübschen Terrassengestaltung einmal eine herbstfeste Outdoor-Oase zaubern? Kein Problem. Wer unser Büro in Berlin von Fotos oder auch persönlich kennt, der weiß, hinter unserem Konferenzraum verbirgt sich nicht nur ein Garten aka Großstadtdschungel, sondern auch eine kleine Terrasse, auf der wir hin und wieder Zeit verbringen, Energie tanken oder brainstormen. Aber warum soll eine Terrasse oder ein Balkon eigentlich nur im Sommer funktionieren? Ist doch viel zu schade, oder? Julia und ich haben uns deshalb vergangenes Wochenende in Zusammenarbeit mit Pflanzenfreude.de unserer Büroterrasse gewidmet. Attacke sag ich da, denn „einmal neu bitte“ kann man in diesem Fall wohl wirklich sagen.

Was wir gemacht haben? Wir haben uns zum einen tolle, herbstliche Pflanzen gekauft, sie entsprechend kombiniert und dazu passende Töpfe ausgesucht und zum anderen die Terrasse mit ein paar Interior-Elementen noch mal aufgewertet. Hier kommen deshalb unsere Tipps für die passenden Terrassen- und Balkonpflanzen, wie man sie am besten kombiniert und mit welchen Accessoires und Möbeln ihr euer kleines Reich nochmal ordentlich pimpen könnt:

Die richtigen Herbstpflanzen auswählen und miteinander kombinieren

Das Wichtigste für den herbstfesten Balkon (und ich gehe jetzt mal davon aus, dass die meisten von euch eher einen Balkon, als eine Terrasse besitzen) ist natürlich, dass die Pflanzen wetter- und herbstfest sind. Sprich Geranien und Co. haben erstmal Pause. Passend für den Herbst und nicht weniger schön sind typische Herbstgewächse wie z.B. die Traubenheide oder die Stechpalme, die oftmals auch als solche im Pflanzenmarkt gekennzeichnet sind. Wir haben uns beim Einkaufen für Pflanzen aller Art, Größe und Farben entschieden.

Bei der Pflanzengröße haben wir „mehrstufig“ gearbeitet. Hinten groß und nach vorne hin kleiner. Tatsächlich haben es daher drei verschiedene Tannen (irgendwie) ins Auto geschafft und uns geholfen, erstmal etwas füllendes Grün zu schaffen. Dazu haben wir uns für einen Buchsbaum (total pflegeleicht), einen portugiesischen Kirschlorbeer (ein immergrünes so genanntes Formgehölz) und verschiedene Gräser entschieden (z.B. das so geschimpfte Kalmus Acoros gramineus Gras auch Ogon genannt oder auch „Segge“, das sind leuchtend grüne Halme, die ebenfalls super für die Herbsttemperaturen geeignet sind).

Herbstdeko: Das Farbkonzept

So gut – so Grün. Anschliessend haben wir uns mal ein paar Farbakzenten gewidmet. Farblich haben wir uns neben Grün für rot und rosé Töne entschieden. Einfach so, weil uns danach war. Am besten greift man verschiedene Rottöne dann immer wieder in unterschiedlichen „Nuancen“ auf, das bringt eine gewisse Ruhe und Ordnung rein. Das geht natürlich mit jeder x- beliebigen Farbe, die der Herbst zu bieten hat. Auch bei gelben Herbstpflanzen gibt es total knallige und weniger kräftige Exemplare.

Aber zurück zu unserem Rot-Konzept bei der Terrassengestaltung. In etwas knalligerem Rot und einmal eher Violet haben wir Chrysanthemen gekauft, die sehen nicht nur schön aus, sondern sind auch recht „füllend“. Passend dazu haben wir uns für eine winterharte Herbstheide, dem so genannten Knospenblüher entschieden und auch die Taubnessel „Pink Chablis“, die muss nur noch pink blühen, bis dahin hat sie aber tolle, silber mellierte Blätter ;).

Eine meiner Lieblingspflanzen ist die „Gaultheria procumbens“, erkennt man an den runden, roten Knospen. Die gibt es auch so ähnlich in weiss und nennt sich „Pernettya“. Diese Knospenpflanzen sind auch total pflegeleicht (genau das richtige für mich) und man muss sie nur ab und an gießen, wenn das nicht ohnehin der Regen übernimmt. Passend zu der weißen Pflanze haben wir dann noch (ich liebe den Namen und auch die Pflanze) „Erica gracills“ gekauft. Sieht aus als wäre die Pflanze mit Schnee bedeckt und wenn man genau hinguckt fällt auf, dass sie aus lauter kleinen Glöckchen besteht.

Von der Kombination her haben wir versucht die roten Pflanzen immer wieder zwischen Grün und Weiss zu verteilen, das macht es einheitlicher und insgesamt stimmiger. Aber für die Balkon-Profis unter euch ohnehin olle Kamelle.

Welche Töpfe zu welchen Pflanzen?

Vintage und Co. ist eigentlich nicht so mein Ding, Julia’s vielleicht schon eher. Bei Töpfen ist aber meiner Meinung nach alles Alte erlaubt. Und wenn man dazu ein paar Highlights setzt (komme ich gleich zu), wirken die Töpfe direkt anders. Julia hat uns daher auf dem Berliner Mauerpark Flohmarkt eingedeckt: Braun, kräftig, getöpfert, alles dabei. Hauptsache kein moderner Schnickschnack, das macht es irgendwie so 90-er. Ach ja, und Mut zum Zusammensein: Ruhig zwei, drei verschiedene Pflanzen in einen großen Topf, muss ja nicht immer eins zu eins sein.

Welches In- oder Exterior passt auf den Balkon?

Einmal pimpen bitte. Gern. Im Bestfalle ist der Balkon überdacht, wenn nicht, auch nicht schlimm. Den Regen halten die Sachen oft aus, oder man stellt sie zu Monsunzeiten rein. Wovon ich spreche sind ein paar kleine, ansprechende Möbel auf dem Balkon, die alles noch etwas gemütlicher machen. Bei Julia und mir waren das eine einfache weiße Bank samt Schaffell oben drauf, eine Wolldecke und ein Designer Seitentischchen, auf dem entweder der Kaffee steht, die Freundin sitzt oder die Pflanze Platz findet. Ein paar moderne Highlights zu den alten Töpfen – gern auch mit knalligen Farben – werten den gesamten Balkon wirklich noch mal auf. Und wer eine Lichterkette hat? Los, raus damit auf den Balkon, das macht es gleich doppelt gemütlich.

Der herbstliche Kranz mit Beeren ist eine tolle Herbstdeko

Hier also noch mal unsere Tipps für die perfekte Terrassengestaltung im Schnelldurchlauf:

  1. Gewächse und Pflanzen in verschiedenen Größen auswählen. Ruhig hinten die hohen, nach vorne hin die kleineren Pflanzen platzieren. Beim Balkon geht das gut in einer Ecke.
  2. Einen Farbton ruhig immer wieder aufgreifen (bspw. Rot mal in kräftig, mal blass) und diese Pflanzen abwechselnd zwischen den Grünen platzieren. Das schafft eine gewisse Ruhe und Struktur.
  3. Töpfe ruhig vintage, braun und viele verschiedene Varianten. Machen sich mit…
  4. …einem Design-Highlight wie zum Beispiel Kleinmöbel auf dem Balkon total gut. Moderne Accessoires werten den Balkon insgesamt auf.
  5. Pflanzen zusammenstecken. Nicht jede gekaufte Pflanze braucht ihren eigenen Topf. Mut zur Kombi und einfach mal drei Pflanzen in einen Topf gepflanzt – geht ganz gut.
  6. Lichterketten raus – es darf gemütlich werden.

Und last but not least, ein kleines, obligatorisches Vorher-Nachher-Bild unserer Terrassengestaltung:terasse-vorher-nachher-berlin-prenzlauer-berg-hinterhof

Weitere Tipps und Inspirationen findet ihr übrigens hier. Und falls ihr jetzt auch euren Balkon in Angriff nehmt, viel Spaß und immer schön sauber bleiben. Unsere Hände sind vom vielen Eintopfen noch immer braun…

 


In freundlicher Zusammenarbeit mit Pflanzenfreude.de


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1 Comment

  1. Hach wie schön!
    Wir haben tatsächlich auch eine Terrasse, aber weil unser Garten auch ein Jungle ist verzichte ich auf Grün… also auf weiteres Grün

    Jetzt bin ich allerdings mal wieder mega neidisch.
    Gott…
    Bin ich froh, wenn wir ein eigenes haus gefunden haben XD

    Viele liebe Grüße

    Franzy

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