Eine schöne Bilderwand gestalten? Das war lange Zeit kein Thema bei mir. Wenn Freunde und Bekannte das erste Mal meine Wohnung betreten, sind die erstaunten Gesichter meist alle gleich. Denn beim Blick zur Wand geht vielen durch den Kopf: ‚Ganz schön kahl‘ gefolgt von der Frage ‚hängst du da noch was auf?‘ Ich selbst muss dann immer ein wenig schmunzeln, denn genau so wie die Wände bisher sind, sollen sie auch bleiben. Ich liebe es, große, freie Flächen zu sehen und nicht alles voll zu hängen. Hier und da mal ein Hingucker (aka Blumen, Deko-Objekt oder ein einziges, großes Bild), aber die Wände an sich relativ schlicht. Zugegeben, in einer Altbauwohnung mit Dielen und hohen Wänden funktioniert das wahrscheinlich besser, als in einer Neubauwohnung.

Obwohl ich diese, nennen wir es ruhig mal „Wandgestaltung“ auch wirklich mag, hat es mich vergangenes Wochenende gepackt: Ähnlich meiner plötzlichen Flur-Umgestaltung, fing ich dieses Wochenende an wild Poster, Bilder und Rahmen im Schlafzimmer aufzuhängen. Das Ergebnis ist noch nicht wirklich zufriedenstellend, aber bei meiner Recherche zur Gestaltung von schönen Wänden im Interiorbereich konnte ich mir allerhand Inspiration abholen. Natürlich darf das Thema Wandgestaltung nicht nur zu Hause, sondern auch in einem ordentlichen Interiorblog nicht fehlen, räusper räusper. Daher kommen hier sieben Ideen, wie man eine Bilderwand schön und besonders gestalten kann:

Bilderanbringung mit Wandregalen zum Aufstellen von Bildern zur Design Inspiration fuer zu Hause

1. Bilderwand mit Wandregalen

Wer es etwas ordentlich mag, für den sind vielleicht Wandregale die Lösung. Einfache, weisse Wandregale anbringen und Bilder unterschiedlicher Art und Größe darauf platzieren. Ruhig auch Bilder vor- und hintereinander stellen, das Regal darf ohne Probleme schön voll aussehen. Schliesslich bekommt die Bilderwand durch die gerade Anordnung und Linie der Regale einen Ruhepunkt verpasst, ohne, dass es zu aufgeräumt wirkt.

Interior inspiration Design Bilderwand mit verschiedenen Bildern fuer eine besondere Wandgestaltung

2. Den Boden nutzen

Ich selbst bin ein großer Fan davon: Nicht alle Bilder müssen an die Wand. Entweder als Erweiterung der Bilderwand gerahmte Kunstwerke einfach auf den Boden stellen und gegen die Wand lehnen oder Bilder ausschliesslich auf dem Boden platzieren. Damit es nicht zu „mickrig“ wirkt, am besten große „Hingucker-Bilder“ verwenden. Wenn auch kleine Bilder zum Einsatz kommen sollen, diese einfach vor ein großes Bild stellen, so gehen sie nicht unter.

asymetrische Anordnung bei Bilderwand im Wohnzimmer und Interiorbereich

3. Asymmetrische Anordnung

Funktioniert meines Erachtens nach am besten an Wänden vor denen nichts steht. Kein Sofa, kein Schrank oder ähnliches. Wie in diesem Bild sollte die Wand möglichst von oben bis unten frei zugänglich sein. Höchstens ein Stuhl (wie im Bild wohl eher zu Deko- als zu Nutzzwecken) könnte noch reinpassen. Ansonsten wirkt die asymmetrische Anordnung nicht oder die Wand viel zu voll. Am besten beginnt man mit dem obersten und dem untersten Bild und arbeitet sich dann Schritt für Schritt zur Mitte vor. Ob von links oben nach rechts unten oder umgekehrt, ist da wohl Geschmackssache.

4. Alles kreuz und quer

Eine andere Möglichkeit, eine schöne Bilderwand zu gestalten, ist es, Bilder kreuz und quer aufzuhängen. Frei nach dem Motto „nichts muss, alles kann“ darf die Wand hier verschönert werden. Bilder können dabei groß und klein sein, die Rahmen ruhig ganz unterschiedlich und auch die Bildmotive an sich müssen nicht zwingend aufeinander abgestimmt sein (wie es weiter unten nochmal der Fall sein wird). Trotzdem empfehle ich, irgendwo an der Wand immer eine Linie mit den Bildober- oder -unterkanten zu schaffen. So kommt dennoch eine gewisse Ruhe rein.

Bilderwand gestalten mit Kunstdrucken, Bildern und Postern kreuz und quer aufgehangen
Petersburger Haengung im Wohnzimmer, Ideen fuer das Interior und die Gestaltung einer Bilderwand

5. Hingucker, die herausstechen

Inmitten der vollen Bilderwand darf man gestalterisch auch ruhig etwas wagen. Ein großer Buchstabe als Objekt (wie hier das „N“) oder ein riesiges Buchstaben-Bild (wie hier das „G“) wird da beispielsweise zum echten Bruch, der der Wand stilistisch gesehen sehr gut tut. Wer es etwas unauffälliger mag, der kann beispielsweise kleine Objekte an der Wand platzieren (wie hier die Tierfiguren oder Vasen). Natürlich funktioniert die Bilderwand auch ohne Hingucker, aber oft lockert das Objekt oder das große Symbol schlichtweg alles ein wenig auf. Dadurch wirkt die Wand nicht zu kleinteilig.

6. Einheitliche Farben oder Bildmotive

Geht, muss aber nicht: Wer mag, kann die Bilderwand auch etwas einheitlicher gestalten. Das funktioniert entweder gut durch Farben oder auch durch die Auswahl der Motive. In den Bildern beispielsweise ist die Wand Schwarz-Weiss gehalten. Im anderen Bild wurden bewusst schlichte, feine Typo-Motive ausgewählt. Auch das ist möglich. Warum also nicht zwei, drei gleiche Farben auswählen oder dieselben Formen für die Motive?

Wandgestaltung schwarz weiss braun typo feine Zeichnung Bilderwand Inspiration
Filigrane Motivauswahl bei der Gestaltung einer Bilderwand fuer das Interior

7. Alles auf einer Linie

Eine Bilderwand gestalten muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass man dem Interiorbereich nun eine vollgehangene Wand verpasst. Im Gegenteil, denn wer es lieber aufgeräumt mag, dem ist die Linien-Optik vielleicht ganz recht. Man zieht schlichtweg eine Linie und hat zwei Möglichkeiten: Entweder hängt man alles schön gerade darüber, oder quasi wie ein Spiegelbild sowohl über, als auch unter die Linie.

Linie und gerade Bilderaufhaengung als Inspiration fuer eine besondere Bilderwand

Fotocredits: 1.) via Skonahem 2.) via Planete deco 3.) via Details Oriented by Shape plus Shape 4.) links: via Wiener Wohnsinnige; rechts: Bolia 5.) links: via Feedly, mittig: via theposterclub, rechts: Schöner Wohnen 6.) links: via fashionlabnl, rechts: via Freshideen 7.) links: via Skonahem, rechts: via berlinplaces.de, Stadteleganz


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