Als die Einladung zum Opening des „DANDY DINER“ im digitalen Briefkasten landete, waren wir schon sehr gespannt, was es damit auf sich hat. Denn Carl Jakob und David von Dandy Diary, die zwei männlichen Modeblogger, die sich manchmal nicht ganz so ernst nehmen und dabei wahnsinnig amüsant sind, eröffneten am Samstag ihr erstes eigenes, veganes Lokal in Neukölln. Wir waren sehr gespannt wie der neue Laden, in dem vorher eine Bank zu finden war, aussehen würde, da sie sich in der Innenausstattung mit dem Team von Studio Karhard zusammen getan haben. Das talentierte Team gestaltete bereits die Toiletten im Berghain, den Asphalt Klub oder auch das Pacha in München (drei Locations, die wir uns auch schon „live“ ansehen konnten, ob das nun für uns spricht, sei mal dahingestellt). Deswegen war für uns klar, dass wir uns einmal den Laden anschauen. Judith und ich diskutieren nämlich schon seit geraumer Zeit darüber, welcher Café- und Restauranttrend als Nächstes kommen wird. Nicht im kulinarischen Sinne, sondern eher beim Thema Einrichtung, Konzept und Stil, zu diesen Gedanken aber bald hier mehr.

Das neue DANDY DINER zeigt einen ganz neuen, frischen Stil: In Anlehnung an die 80er-Jahre Fast Food-Ketten kommt es einheitlich, aber keineswegs langweilig daher. Rosafarbende Kacheln (übrigens die Pantone Trendfarbe des Jahres), eine typische Bestelltheke, wie man sie aus guten alten Imbisstagen kennt und ein schwarzes grinsendes Schwein als Logo an der Wand. Dazu tragen die Mitarbeiter alle den gleichen Dresscode: Eine farbenfrohe Schürze, designt von einem gewissen Herrn Henrik Vibskov, die es auch bald im Voo Store zu kaufen gibt, samt einer Kopfbedeckung, die merkwürdigerweise jedem Angestellten tatsächlich stand.

In Neukoelln fand die Eroeffnung vom dandy Diner stattVeganer Burger im Dandy Diary Lokal Dandy DinerDie Kochschuerze wurde designt von Henrik Vibskov

Aber nun zur Eröffnung im DANDY DINER

Der Laden, der heute erst seine Türen offiziell öffnet, bot uns bereits am Samstag die Gelegenheit einen Blick hinein zu werfen. Und während Judith in München ein Interview führte, schnappte ich mir meine Kamera und machte mich auf den Weg nach Neukölln in die Karl Marx Str. 9, quasi in die alte Hood.
Vielleicht hätte ich mir vorher einmal Gedanken darüber machen sollen, was es heißt auf ein solches Event alleine zu gehen (eine Freundin sagte aufgrund der „Hipster Hölle“ ab). Ich würde von mir behaupten, dass ich eine Person bin die nicht wirklich ein Problem mit Selbstbewusstsein hat, aber zeitweise glich ich sicherlich einer 14-Jährigen, die gerade auf ihre erste wirkliche Party gehen darf. Aber mal im Ernst: Wahrscheinlich geht das doch jedem so, da wir es einfach nicht mehr gewöhnt sind auch mal alleine in einem Raum zu stehen und zu schauen. Spätestens nach 2 Minuten zückt man das Handy, um zu checken, welche Mails denn so Samstag Abend kommen. Mit Burger und Wasser in der Ecke stehend, wünschte ich mir also für ein paar Minuten den Umhang von Harry Potter herbei, um einfach unsichtbar zu beobachten. Bis auf Jessie Weiß und ihren Mann, zu denen ich mich an diesem Abend die meiste Zeit gesellte, kannte ich nämlich wirklich Niemanden, was aber vielleicht nicht mal schlimm ist. Nach wenigen Minuten habe ich mich aber auch wieder unter die Leute gemischt und noch Nike und Sarah von ThisisJaneWayne kennengelernt und mich sehr über ihre bezaubernde Art gefreut.

Ich habe mich durch drei Burgervariationen und Pommes gegessen und kann als Gastro-Kind sagen, dass es wirklich lecker war. Mein Favorit war der Cheeseburger, gefolgt vom Avocado-Sandwich. Natürlich alles vegan. Und eben genau dieses vegane Konzept (Karl Jakob und David leben nach eigener Aussage seit Jahren aus reinen Trendgründen vegan), macht den Laden aus. Obwohl es seit einigen Jahren ja schon sehr viele Angebote im veganen Bereich in Berlin gibt, ist das DANDY DINER doch noch einmal etwas Anderes. Modern, konzeptionell durchdacht und nicht „ökomäßig“ kommt es daher und das ist wirklich gut so.

Legendaer sind die Partys der Fashion Week von Dandy Diary
Veganes Avocado Sandwich in Berlin Neukoelln
Jessie Weiss von Journelles und Carl Jakob bei der Arbeit
Carl Jakob von Dandy Diary beim Burger essen

Nachdem dann auch die Türen für die anderen Gäste geöffnet wurden, schaffte ich es gerade noch hinaus und konnte mir das Spektakel dann noch einmal von Außen betrachten und war erstaunt über den Andrang. Die beiden Dandy Jungs haben wirklich eine sehr große Fan Base, ihre Partys während der Berlin Fashion Week sind legendär. Deswegen auch kein Wunder, dass es über Facebook beinahe 2500 Zusagen zum Event gab, gefolgt von einer Ansage der Polizei, die Party um 22:00 Uhr zu schließen. Und so war’s dann wohl auch, was ich jedoch dann nur noch über Instagram gespannt verfolgen konnte, denn da war ich schon wieder zu Hause und habe meinem Sohn beim Schlafen zugeschaut…

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