Nachdem ich letzte Woche meinen Cityguide Athen veröffentlicht habe, bin ich oft gefragt worden, ob ich denn meinen ganzen Urlaub in Athen verbracht habe. Nö, habe ich nicht. Der Großteil meiner Reise war nämlich ein Roadtrip durch die wunderschönen Peloponnes. Eine Region Griechenlands, die ich bisher etwas stiefmütterlich betrachtet habe. Bisher.

Diesen Sommer hieß es dann: Auto packen und ab durch die Berge, in verlassene Dörfer und an die Küste. Es war nämlich alles dabei und genau deswegen komme ich, wie auch Judith mit ihrem Reisebericht, nicht daran vorbei, auch meine schönsten Orte und Tipps zu verraten:

1. Station: Von Korfu nach Egio

Da ich natürlich erstmal zur Homebase geflogen bin, startete die Tour von Korfu aus. Mit der Fähre ging es rüber nach Igoumenitsa und von dort Richtung Patras. Der Übergang nach Patras geht heutzutage über die beeindruckende Rio-Andirrio-Brücke, die den Eingang zum Golf von Korinth markiert. Die erste Nacht verbrachten wir dann in Diakopto in der Nähe von Egio. Egio selbst war mir ein bisschen zuviel „Electro-Beach-Party“-mässig und der ruhige Strand In Diakopto mit Enkelkindern samt Omas war mir dann doch lieber.

Gefunden haben wir ganz spontan ein süsses Hotel samt tollem Frühstück! Das Alkistis Hotel gab es für schlappe 50 Euro die Nacht (der günstigste Übernachtungspreis der gesamten Fahrt).

Ausblick auf Berg in Egio mit Sonnenuntergang und schoenem Licht
Getraenk Nummer eins in Griechenland: Der Frappe
Roadtrip mit Kind auf der Faehre nach Peloponnes

2. Station: Von Egio nach Athen

Über die wundervollen Tage in Athen habe ich euch ja bereits berichtet. Wer es verpasst hat, der sollte mal reinlesen. Kurz zusammengefasst lässt sich sagen: Tolle Stadt mit historischem Flair und neuen (Lokal-) Konzepten.

Stadtetour Highlights mit dem Lukumades in Athen
Moderne Architektur mit Glas und Stahl im Museum in Athen

3. Station: Hallo Peloponnes, hallo Monemvasia

Von Athen aus ging es Richtung Monemvasia. Zwischenstopp am Kanal von Korinth und in Nafplio. Eine kleine Stadt mit schöner Altstadt und hübschen Souvenirläden. Wer bei diesem Begriff zusammenzuckt, der hat Unrecht. Denn die Läden sind wirklich liebevoll gestaltet und vom Kombolio (Kette aus dicken Perlen) bis hin zur Ouzo Destillerie (mussten wir natürlich Halt machen) ist alles dabei. Über die Berge mit wahnsinnigem Ausblick (und Serpentinen-hassendem-Kindermagen) ging es dann nach Monemvasia. Das Dorf selbst teilt sich in zwei Hälften: Die neuere Stadt und die Altstadt auf einem massiven Felsen. Am besten kommt man mit dem eigenen Auto oder dem Bus dorthin. Durch das alte Stadttor ist man in einer anderen Welt. Kleine verwinkelte Gässchen mit Cafés, Restaurants und Handwerksläden. Alles sehr stilvoll und entspannt. Ich empfehle einen Frappé im letzten Café der Altstadt. Dort hat man einen weiten Blick über das Meer, während der Wind einem durch die Haare saust.

Marktplatz in der Altstadt von Monemvasia in Griechenland
Berge mit Ausblick auf dem roadtrip nach Monemvasia
Frau mit Kakteen auf der Suche nach kaktusfeigen in Griechenland
Die Altstadt von Monemvasia auf den Peloponnes
Altstadt von Monemvasia mit Mauern und Kraug beim Urlaub auf den Peloponnes
Bully in den Bergen der Peloponnes in Griechenland

4. Station: Vathia, Stavri und Porto Kagio

Auf dem Weg nach Vathia fanden wir eine unglaubliche Unterkunft im Nirgendwo. Das Nirgendwo hieß Stavri. Ein kleiner Ort mit genau einem Lokal und einer traditionellen Unterkunft, die vom Besitzer und seiner Frau gepflegt wird. Dass die beiden nicht nur gutes Frühstück machen können, sondern auch viel Humor haben, beweist ein Blick auf das Hundehalsband des Haushundes mit der Aufschrift „Merkel“. Herrlich. In sämtlichen Internetportalen schwärmen die Gäste von „Tsitsirisc Castle„ und auch ich kann es nur empfehlen.

Nächstes Ziel war Vathia mit seinen Steinhäusern, die noch von der Ära der Blutrache erzählen. Diese war nämlich bis fast Mitte des 19. Jahrhunderts Gang und Gäbe in der Region. Kann man sich nicht mehr vorstellen, aber die gesamte Mani (so nennt man den mittleren Finger der Peloponnes-Region) wurde von der Blutrache beherrscht.

Wer den besagten zweiten Finger der Peloponnes bereist, der sollte Porto Kagio nicht ausser Acht lassen. Eine wunderschöne Bucht zum Erholen und Runterkommen. Gegessen wird direkt am Strand, bei leichten Wellen stehen die Tische sogar im Wasser. Dieses ist klar und erfrischend. Für mich einer der schönsten Orte auf der Reise.

Ausblick auf altes Dorf Vathia in den Peloponnes
Hotel in Stavri in der Mani auf den Peloponnes
Organic Honig und gesundes Essen beim Strassenverkauf in den Peloponnes
Porto Kagio in der Mani auf den Peloponnes
Frau mit Zeitschrift auf terasse mit Hut im Sommer in Griechenland
Strand mit Steg am Meer
Die Bucht von Porto Kagio im Urlaub in Griechenland

5. Station: Mystras

Mystras ist eine byzantinische Ruinenstadt und seit 1989 auf der Liste der Denkmäler des Weltkulturerbes. Ein faszinierendes Dorf, das sich aber mittlerweile gut an den Tourismus angepasst hat. Es gibt verschiedene Wanderwege und schöne Unterkünfte vor Ort.

Reisen mit Kind im Hotel mit Garten in Mystras
Reisen mit Kind in Mystras in Griechenland
Wanderung in den Peloponnes mit Blick auf das verlassene Dorf von Mystras

6. Station: Pyros

Eigentlich war die Strecke anders geplant und wir wollten weiter hoch nach Stemnitsa, aber wie es manchmal so ist, wirft man im Urlaub seine Pläne einfach über Bord. Der Grund war schlicht und einfach die Tatsache, dass uns nach mehr Meer war statt noch weiter in die innere Mani zu reisen. Spontan entschieden wir uns für Pyros. Wir landeten in einem tollen Hotel mit einem Ausblick auf den Hafen, der unbezahlbar war (ok, den Blick samt Zimmer gab es für einen Hunni). Ich weiss noch, dass ich abends mit Ouzo und Süsskram vom Bäcker auf dem Balkon saß und mir dachte: „Julia, was geht es dir gut!“ Denn sind wir mal ehrlich: Es ist ein grosses Glück eine solche Reise zu machen und die Erfahrungen auch seinem Kind näher zu bringen. Aber selbstverständlich ist es nicht und deswegen sollten wir wirklich jeden Tag glücklich darüber sein, dass wir uns ab und an diese schönen Momente gönnen können.

Aber bevor ich nun völligst in Sentimentalität aufgehe, höre ich lieber auf und sage: Peloponnes, wir sehen uns wieder.

Ausblick in Pyros auf den Hafen mit Sonnenuntergang
Griechenland: Ausblick auf den Hafen von Pyros mit Yachten

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