Jassu Thessaloniki!

Seit dieser Woche sind Julia und ich aus unserer kleinen Feiertagspause zurück und haben es uns so richtig gut gehen lassen. Während Julia Silvester in good old Berlin verbracht hat, habe ich mich dazu entschieden, Berlin ein paar Tage den Rücken zukehren. Denn den Jahreswechsel mal nicht in Berlin zu verbringen klang irgendwie ziemlich charmant!

Schneller als gedacht waren schon im November ein paar Tage Thessaloniki gebucht. Puh, so früh stand die Silvesterplanung bei mir wirklich noch nie und Griechenland im Winter hatte ich so auch noch nicht erlebt. Meiner Meinung nach konzentriert man sich immer eher auf die (auch wirklich schönen) griechischen Inseln. Dabei hat das Festland so viel zu bieten. Thessaloniki hat mich zumindest überzeugt und ein paar Tage Auszeit, raus aus Berlin haben wirklich gut getan. Für alle, die auch mal ein paar Tage griechische Stadtluft schnuppern möchten kommen hier meine 10 Tipps für Thessaloniki im Winter:

 

Gyros Pita essen

Ankommen und erstmal was essen. Das stand auf dem Plan. Und wer in Griechenland is(s)t, sollte natürlich den Klassiker nicht verpassen: Gyros Pita! Eine Teigtasche mit Gyros Fleisch, Pommes, Tzatziki und Zwiebeln. Eine wahre Bombe, dafür aber extrem lecker. Gyros Pita gibt es tatsächlich an jeder Ecke der Stadt. Vor lauter Vorfreude auf das leckere Stück habe ich vergessen, wie ich Gyros Pita auf griechisch bestelle. Das hat mir nämlich Julia`s Familie mal beigebracht. Die Griechen mussten daher leider auf mein unperfektes Griechisch verzichten, die Pita hat es glücklicherweise doch irgendwie auf meinen Teller geschafft.

Gyros Pita in Griechenland

 

Street Art in Thessaloniki

Während ich genüsslich in meinen Gyros Pita biss, fiel mir das Mural direkt gegenüber am Gebäude auf. Nach ein wenig Recherche habe ich dann erfahren, dass es in Thessaloniki doch hier und da ein bisschen Street Art zu entdecken gibt. Das Mural mit der Frau ist während des Projekts „FaceArt-Public Murals“ zur 15. Biennale entstanden. Hier haben sich die beiden Street Artists DAL und Faith47 zusamen getan. Also Augen auf beim Stadtrundgang, denn es begegenen einem noch mehr solch‘ toller Bilder.

Street Art in Thessaloniki von Dal und Faith47Street Art Thessaloniki

 

Das berühmte Viertel „Ladadika“

Ladadika, daran führt kein Weg vorbei. Ladadika ist ein kleiner Bezirk Thessaloniki’s. Tagsüber passiert hier noch nicht wirklich viel, ab dem Abend dafür umso mehr: Restaurants, Bars und die ein oder andere Musikbar. Das Viertel besteht aus vielen kleinen Läden und Lokalen der letzten Jahrhundertwende, die restauriert wurden. Durch das Viertel kommt man nur zu Fuss und auch im Winter begegnen einem die Griechen tanzend auf der Strasse. Toll! Und wenn man dann noch von jedem Gastwirt immer auf griechisch angesprochen wird (Touristen gab es tatsächlich sehr wenige in der Stadt), fühlt man sich direkt heimisch <3

 

Food Market

Ob Fleischesser, Fischliebhaber, Vegetarier oder Veganer. Das ist hier eigentlich völlig egal, denn es gibt alles. Der Food Market ist meiner Meinung nach wirklich ein Besuch wert. Schon wenn man das Marktgelände betritt, hört man die griechischen Rufe der Marktschreier und sieht die Einheimischen, wie sie ihren Wocheneinkauf erledigen. Zugegeben, die gehäuteten Ziegenköpfe und aufgespiessten Kaninchen waren jetzt nicht so mein Fall, aber andere Länder, andere (Hygiene)sitten, stimmt’s?

Food Market und Markthalle in Thessaloniki Griechenland eine SehenswuerdigkeitEin Besuch in der Markthalle sollte nicht fehlen hier mit Feta  Frischer Fisch auf dem Food Market Thessaloniki

 

Besuch in der Old City und Heptapyrgion

Vom Zentrum ist es ungefähr eine gute halbe Stunde zu Fuss und absolut empfehlenswert: Der Besuch in der sogenannten Old City und dem Heptapyrgion (die alte Festung der Stadt). Tolle Aussicht über Thessaloniki inklusive. Und während man den Berg hochläuft bekommt man einen tollen Eindruck vom Leben in Thessaloniki: Kleine Läden, süsse Häuser, Cafés und mehr.

Blick auf Thessaloniki von Heptapyrigion in der Old City  Blick auf Thessaloniki von der old city

 

Hafenspaziergang

Das geht auch im Winter gut: Ein Spaziergang am Hafen und an der Promenade der Stadt entlang. Dort kann man unendlich lang laufen, Sport machen, skaten und, und, und. Angefangen am bekannten White Tower (einem alten Gefängnis aus dem 15./16. Jahrhundert) bis hin zur Concert Hall (mehr dazu unten). Zwischendurch kann man hier und da natürlich auch ein Päuschen einlegen und einen griechischen Mocca trinken. Ansonsten empfehle ich einfach durchzulaufen, Meeresluft zu tanken und durchzuatmen. Bis zum Ende :)

Sehenswuerdigkeit in Thessaloniki der White Tower  Ein Spaziergaenger am Hafen von Thessaloniki

 

Archäologische Stätte besuchen

Da kommt man ohnehin nicht drum herum und das ist auch gut so. Die beeindruckenden archäologischen Stätten von Thessaloniki sind nämlich über die Stadt verteilt. Und so kommt es, das man mir nichts, dir nichts durch die Strassen läuft und auf einmal vor einer Stätte aus dem 3. Jahrhundert steht. Wenn geöffnet, kann man sie für kleines Eintrittsgeld auch betreten und durch sie hindurchlaufen. Ansonsten ist auch der Blick von „aussen“ auf die Stätte beeindruckend.

Archaeologische Sehenswuerdigkeit mitten in ThessalonikiGaleriusbogen in Thessaloniki eine Sehenswuerdigkeit aus 305 n. C.  Archaeologie inmitten der Stadt Thessaloniki hier vor Wohnblock

 

Ohne Plan durch die Strassen laufen

Ich liebe das ja: Einfach loslaufen, Stadtplan einfach mal Stadtplan sein lassen und nicht daran denken, was man eigentlich alles sehen und erleben möchte, da man ja nur eine begrenzte Zeit in der Stadt ist. Und dabei kommen meist die besten Sachen raus: Tolle Gespräche mit Griechen inklusive kurzer, persönlicher Stadtführung, tolle Cafés mit dem so gastfreundlichen Volk, beeindruckende Gebäude und schöne Strassenszenen (mehr dazu unter „Silvester“). Das ist einfach unbezahlbar.

Spaziergang durch Thessaloniki vor Gebaeude mit Saeulen Seitenstrasse in Thessaloniki mit LampignonsGriechische Flagge vor einem Gebaeude in Thessaloniki mit schoener HausfassadeLuftsprung in Griechenland am Hafen Thessalonikis

 

Concert Hall

Fast zu guter Letzt ein bisschen Kultur. Leider hatten wir kein Glück mehr, Karten zu ergattern, aber ein Besuch in der seit 2000 geöffneten Concert Hall Thessaloniki’s wurde mir wärmstens ans Herz gelegt. Und zu alledem ist die Concert Hall auch für seine Architektur bekannt. Ein Besuch dort beim nächsten Mal steht für mich also fest!

 

Silvester in Thessaloniki

Wie eingangs beschrieben, war der Anlass für Thessaloniki ja ohnehin „nur“ Silvester. Und wer Silvester in Berlin kennt der weiss, man kann auf die Knallerei in wirklich jeder Strasse auch mal getrost verzichten. Was hingegen in Thessaloniki zu Silvester passiert und wie dort gefeiert wird, davon hatte ich überhaupt keine Ahnung. So war die Überraschung dann doch wirklich gross. Fazit: Die Griechen wissen wie man feiert.

Schon am Mittag fiel auf, dass sämtliche Lokale auf den Strassen kleine Grillstationen aufgebaut hatten. Was bei uns nur im Hochsommer funktioniert, klappt in Thessaloniki auch im Winter. Wieso auch nicht? Gegen 14:00 Uhr fing dann langsam die Musik an. Lautsprecher wurden aufgestellt und vor sämtlichen Cafés und Restaurants spielte griechische (Live)-Musik. Ab 15:00 Uhr war dann auch weitesgehend Schluss mit dem täglichen Leben und vor den Restaurants und Bars wurde getanzt und gefeiert. Griechische Tänze und tolle Musik, so wie ich sie von der ein oder anderen (Familien-)feier von Julia kenne. Ich hätte am liebsten mitgetanzt, dafür hat mir dann aber doch meine griechische Julia gefehlt :)

Die Feierei ging bis abends, kurz nach Mitternacht gab es ein beeindruckendes Feuerwerk und wer gedacht hat, dass danach Schluss war, liegt falsch. Ab 01:00 Uhr ging es erst richtig los mit der Feierei und die Griechen haben bis in die frühen Morgenstunden getanzt, getrunken, gefeiert. Südländer eben <3.

Ach ja, und eine Sache fiel mir schon die ganze Zeit ins Auge: Sämtliche Kuchen und Brote waren mit einer 2017 versehen. Nahezu jeder Grieche hatte ein solches Stück im Gepäck. Wie ich erfahren habe, handelt es sich wohl um die schöne Tradition, dass darin ein Geldstück eingebacken wurde. Wer es findet (hoffentlich nicht isst..) wird mit einem Geldsegen beschenkt. Von wem habe ich noch nicht rausgefunden, aber das nächste Silvester kommt ja bekanntlich schneller als wir gucken können.

Brot 2017 und Muenze eine Tradition in Griechenland

 


Mehr spannende News auch in 2017?

Gut, dass es unseren Newsletter gibt, der euch mit allen Infos versorgt. Somit seid ihr immer informiert und könnt bei den Themen Design, Kunst oder Lifestyle auf der nächsten Party ganz vorne mitreden. Yihaa.

Um die Anmeldung Dritter zu verhindern, bekommst du von uns eine Bestätigungsmail (sicher ist sicher!). Natürlich kannst du dich auch jederzeit vom Newsletter austragen und deine Daten werden natürlich nicht weitergereicht.

Author

Write A Comment