2016 hat in Berlin Prenzlauer Berg das neue Hotel Oderberger Berlin eröffnet. Einen Katzensprung entfernt für Julia und mich war schnell klar, dass wir uns das ehemalige Stadtbad für Euch mal genauer ansehen möchten.

Die ehemalige Badeanstalt

Ohne lange in der Vergangenheit schwelgen zu wollen, kann man bei der Historie des Gebäudes nicht einfach darüber hinweggehen. In 1902 wurde das damalige Stadtbad nämlich eröffnet und war bis 1986 als solches in Betrieb. Da Bäder damals noch nicht zum Standard der (Berliner) Wohnungen gehörten, ging man als Berliner also ein bis zweimal die Woche zum Duschen und Baden ins Stadtbad Oderberger. Bis zu 200 Bade-Kabinen standen den Gästen damals zur Verfügung.
Aufgrund eines Risses im Becken in 1986, der irreparabel war, wurde das Bad kurzerhand geschlossen. Bis auf weiteres stand das Oderberger also nur noch als „Location“ zur Verfügung. Es war Veranstaltungsort für Feiern, Fashion-Shows und Ausstellungen oder wurde als Dreh-Ort für den Tatort genutzt.

Schwimmhalle und Spa im Hotel Oderberger BerlinVom Stadtbad zum Stadthotel

In 2011 wurde das sanierungsbedürftige Gebäude an das GLS Sprachenzentrum verkauft, dessen Eigentümer in 2012 mit dem Umbau begonnen haben.
Heute bietet die ehemalige Badeanstalt ein Hotel mit 74 Zimmern, ein öffentliches Schwimmbad mit Sauna (die übrigens erst einen Tag nach unserer Besichtigung eröffnet hat, wir haben quasi einen Exklusiv-Einblick bekommen), ein Restaurant, eine Bar und verschiedene Seminar-Räume. Voraussichtlich im Mai diesen Jahres wird auch das á la carte Restaurant eröffnen und eine Terrasse ist auch noch geplant. Wir sind schon ganz gespannt.

Sanierte Altbau Fassade in Berlin Prenzlauer Berg
Designlampen im Stadtbad im Hotel Oderberger Berlin
Historische Schwimmhalle und Eventspace in Berlin

Das Interior

Wenn man sich im Hotel Oderberger Berlin so umschaut fällt direkt die gelungene Kombination zwischen alt und neu auf. Natürlich steht ein Großteil des Gebäudes unter Denkmalschutz, was den Umbau nicht gerade leicht gemacht hat, aber genau diese Kombination aus historischen Abschnitten neben modernen Installationen macht das Oderberger besonders.

Viele Sandstein Ornamente aus der damaligen Zeit sind in der Schwimmhalle beispielsweise gut erhalten geblieben. Auch viele der Fliesen und ein Großteil der Kabinen-Türen der Baderäume mussten nur leicht aufgearbeitet werden. So findet sich all dies immer noch im Hotel wieder. Neu installiert wurde dann beispielsweise ein modernes Lichtkonzept in der Schwimmhalle, was je nach Anlass ein andersfarbiges Licht erzeugen kann. Das Besondere an der jetzigen Schwimmhalle ist zudem, dass der Boden hochgefahren werden kann und der Raum so auch als Veranstaltungsfläche genutzt wird.

Ein weiteres „Relikt“ findet man beispielsweise im Eingangsberich des Hotels. Wir haben es erst auf den zweiten Blick erkannt: ein altes Kassenhäuschen, an dem man sich damals die Eintrittskarten kaufte. Heute passt es sich – mit Glasscheiben versehen – gut an die Optik des Eingangsbereiches an und ist Teil eines Aufenthaltsraumes geworden. Denn auch die Rundbogenfenster und Wände des Kassenhäuschens konnten aufgrund des Denkmalschutzes nicht einfach verändert werden und mussten so ansprechend in das Interior integriert werden.

Besondere Details

Durch die vorgegebene Raumstruktur des alten Stadtbads sind die Hotelzimmer im Oderberger alles andere als gleich. Bei den unterschiedlichen Raumgrößen – vom Doppelzimmer über Maisonette-Räume bis hin zu kleinen Apartments – gibt es in jedem Falle genügend Auswahl für Liebhaber von besonderen Hotelräumen.
Wie auch im Rest des Hotels findet man auch in den Zimmern kleine Interior-Besonderheiten wieder. Mal ist ein Stück der Original-Wand im Zimmer erhalten, mal ist ein Detail aus der alten Schwimmhalle zu sehen. Alle Badezimmertüren wurden aufgearbeitet und wiederverwendet. Selbst die Wandfarbe musste laut Denkmalschutz  den ganz besonderen Grün- oder Gelbton von damals treffen.

Die Tische und Bänke in den öffentlichen Räumen sind noch die Originalmöbel aus dem frühen 20. Jahrhundert. Sie wurden aufgearbeitet und mit modernen Samt-Kissen kombiniert. Armaturen der alten Heizungsanlage finden sich im Frühstücksrestaurant wieder und wurden dort ansprechend in die Gesamtoptik integriert. Genau so wie ein paar der alten Fensterfronten, die zu Schränken umfunktioniert wurden.

Schoener Denkmalschutz: Sitzecke mit Vintage Tisch
Design Interior im Zimmer im Hotel Berlin
Design mit Pendelleuchte in der Hotelbar
Minimalistisches Decor mit Blumen Dekoration auf dem Tisch
Drinks an der Theke in der Hotelbar in Prenzlauer Berg
Hotelbar mit drinks und Interior in Prenzlauer Berg
Individuelles Hotelzimmer im Design Hotel in Berlin

Die Öffnungszeiten & Preise

Wer einmal zum Schwimmen im Oderberger vorbei schauen möchte, sollte sich vorher die Öffnungszeiten des Schwimmbads anschauen. Der Eintritt zum Schwimmen kostet 6 Euro und 19 Euro für die Nutzung des Schwimmbads mit Sauna. Für Hotelgäste ist es etwas günstiger.
Die Hotelbar kann man jeden Tag besuchen, im Sommer wird es noch Terrassenmöbel geben. Frühstücken lässt sich im Restaurant auf drei Ebenen auch für Nicht-Hotelgäste für 20 Euro pro Person. Das á la carte Restaurant eröffnet im Mai diesen Jahres. Wir bleiben dran für Euch.
Zimmer weit im Voraus reservieren lohnt, denn das Hotel ist schnell ausgebucht. Hier könnt Ihr Euch die Zimmer und Verfügbarkeiten genauer ansehen.

Wellness und Spa in der Sauna im Hotel in Berlin
Fruehstueck und Buffet in Berlin Prenzlauer Berg
Besondere Orte: Fruehstueck im Restaurant in Berlin

In freundlicher Zusammenarbeit mit dem Hotel Oderberger Berlin


Oh nein, ihr habt einen Blogbeitrag verpasst?

Gut, dass es unseren Newsletter gibt, der euch mit allen Infos versorgt. Somit seid ihr immer informiert und könnt bei den Themen Design, Kunst oder Lifestyle auf der nächsten Party ganz vorne mitreden. Yihaa.

Um die Anmeldung Dritter zu verhindern, bekommst du von uns eine Bestätigungsmail (sicher ist sicher!). Natürlich kannst du dich auch jederzeit vom Newsletter austragen und deine Daten werden natürlich nicht weitergereicht.

Author

Write A Comment