Wenn man an Coworking Spaces denkt, dann stellt man sich oft anonyme Räume vor, in denen niemand einen festen Schreibtisch hat und jeden Abend seinen Platz räumen muss (natürlich kennen wir auch ganz andere Beispiele wie z.B. die Blogfabrik in Kreuzberg). Aber es gibt auch in anderen Städten ganz interessante Konzepte, die anscheinend auch sehr gut funktionieren. Genau einen solchen Space haben wir uns vor ein paar Wochen angeschaut und die Jungs und Mädels vom „Geschoss“ in Hamburg Hammerbrook besucht. Der erste Eindruck, nachdem wir für Hamburger Verhältnisse wohl sehr sehr umständlich mit dem Bus ankamen, war eigentlich: „Wo sind wir denn hier gelandet?“. Der Charme zwischen Kleinstadt und Industriegebiet verflog aber direkt bei der netten Begrüssung von Ann, die ich noch aus Studienzeiten kenne und die uns erstmal mit dem Lastenaufzug mit in ihr geteiltes Reich nahm. Oben angekommen wurden wir wahnsinnig nett begrüsst und man freute sich tatsächlich, dass wir da sind. Kennengelernt haben wir dann im Schnelldurchlauf ca. 10 Kreative aus den verschiedensten Bereichen: Illustratoren (Stefan Mosebach, was bist du toll!), freie Künstler, Systemadministratoren mit dem genialen Firmennamen „Lan Solo“ und einige sehr gute Grafikdesigner.

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Eine bunte Mischung, die sich auch in den Räumlichkeiten zeigt. Das Schönste: Man hat das Gefühl, dass die einzelnen Personen genügend Platz zum Entfalten haben und nicht gequetscht Tisch an Tisch sitzen. Und wenn doch, dann ist das so gewollt.

Gegründet wurde die Ateliergemeinschaft/ der Working Space erst im Februar 2016 von den zwei Künstlern Móka Farkas und Berndt Jasper, deren Bauten im Öffentlichen Raum man sich auf jeden Fall mal ansehen sollte. Und so erinnert auch das Geschoss mit seinen gestellten Holzwänden ein wenig an deren Kunst. Auch das Konzept ist absolut variabel: Geplant sind verschiedene Möglichkeiten der Nutzung, wie z.B. ein „Refugees Welcome“-Essen und andere Events.

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Bei unserem Besuch kommt man aus dem „Stöbern“ gar nicht raus: Generell lässt sich in fast jeder Ecke was entdecken. Von der hängenden Schaufensterpuppenhand über einen Eisbären bis hin zur kitschigen Leopardenfigur. Eine schöne Mischung zwischen Purismus und WG, die sich vor allem in der Küche widerspiegelt.

Wahnsinnig gerne hätten wir uns stundenlang über die einzelnen Projekte unterhalten und euch davon erzählt. Da wir das aber durch einen straffen Zeitplan nicht geschafft haben, gibt es hier die Portfolios der vielen, tollen Kreativen für euch zum Stöbern:

Móka Farkas  – Architektur / Kunst / öffentlicher Raum
Berndt Jasper – Architektur / Kunst / öffentlicher Raum
Stefan Mau – Systemadministration / IT
Johannes Kempe – Graphic Design / Art Direction / Kunst
Stefan Mosebach – Illustration
Jens Paulsen – Graphic Design / Art Direction
Timo Durst – Graphic Design / Art Direction / Typografie
Ann Eckert – Graphic Design / Art Direction
Eva Dietrich – Graphic Design / Art Direction/ Illustration
Johannes Kuhn – Graphic Design
Yves Jakel – Graphic Design

Dominik Johann – Graphic Design / Game Developer
Marius Töpfer – Architektur / Kunst / öffentlicher Raum (aktuell keine Webseite)
Lisa Zander – Architektur / Kunst / öffentlicher Raum (aktuell keine Webseite)
Ingar A. Milnes – Übersetzer (aktuell keine Website)

 

Danke liebes Geschoss, dass wir eure Gäste sein durften.

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