1.) Wer bist du und was machst du wo?

Hallo mein Name ist Maren – Maren Düsel und ich bin Schmuckdesignerin. Und ja, es ist ein richtiger Beruf! Zuerst kam die Ausbildung zur Goldschmiedin und anschließend das Schmuckdesignstudium. Nun bin ich seit drei Jahren selbstständig und sehr glücklich mit meinen vier Kolleginnen das „Atelier hinter Indien“ in Düsseldorf zu führen.

Im Schmuckatelier entsteht das Schmuckdesign von Maren Duesel

Das Werkzeug der Goldschmiedin fuer den Schmuck

2.) Wie bist du dazu gekommen?

Angefangen hat alles im Grundschulalter in der Werkstatt meines Vaters. Als ich groß genug war Hammer und Säge zu halten, nahm die Kreativität ihren Lauf. Das hat zum Glück bis heute kein Ende genommen. Das Abitur in der Tasche, war eine künstlerische Laufbahn für mich ziemlich klar. Ein Jahr später entschieden sich mein Bauch und meine Hände dafür Schmuck zu gestalten. Es ist einfach ein tolles Gefühl, mit den eigenen Fähigkeiten, aus einem Stück Rohmaterial etwas ästhetisches anzufertigen. Nun gibt es seit 13 Jahren kein Halten mehr. Selbstbestimmt in meinem eigenen Atelier  zu arbeiten und mich mit meinen Mädels auszutauschen ist für mich der beste Weg um meiner Kreativität  freien Lauf zu lassen.

„Jedesmal steckt so viel Energie und Persönliches in einem Projekt, das jedes Objekt, wenn es fertig ist, immer das Schönste ist, das ich geschaffen habe.“

 

3.) Vervollständige die Sätze:

a. Wäre ich nicht Kreative/r, dann wäre ich: Nicht vollständig.

b. Weil: Da ich in einer sehr kreativen Familie aufgewachsen bin, gehört es schon seit meiner Kindheit zu mir und zu meinem Wesen. Kreativität findet sich in meinem Umfeld, in meiner Freizeit und in meiner gesamten Lebensweise wieder.

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4.) Was war dein bisher schönstes, spannendstes oder ungewöhnlichstes Projekt und wieso?

Mit Sicherheit war es sehr spannend mich selbstständig zu machen und ist es immer noch!
Das Eine, ultimative Projekt gibt es für mich nicht. Jeder Entwurf und der Prozess den ich dabei durchlaufe, gehört zum großen Ganzen. Dabei ist das Material, die Form, die Farbwahl, einfach jedes Detail aber auch jeder Fehler, wichtig.
Es bleibt solange spannend, bis ein Schmuckstück vor mir liegt.
Jedesmal steckt so viel Energie und Persönliches darin, das jedes Objekt, wenn es fertig ist,  immer das Schönste ist, das ich geschaffen habe.

Der handgefertigter Schmuck der Schmuck

Das armband T-Line von Maren Duesel5.) Was macht den Kreativbereich Deutschland für dich aus?

Das Handwerk ist für mich ein sehr wesentlicher Teil im Kreativbereich. Mich selbst hat es stark geprägt und inspiriert. Daher denke ich, sollte es eine stärkere Unterstützung von Seiten der Öffentlichkeit erfahren. Zwar zeichnet sich wieder ein deutlicher Trend zu gutem Design und individuell gefertigten Produkten ab, dennoch mangelt es meiner Meinung nach an einem   größeren Selbstverständnis gegenüber der kreativen Arbeit. Es fehlt ihr noch an tatsächlicher Wertschätzung.
Dennoch ist es sehr erfreulich, dass immer mehr Kreative wagen, sich und ihre Arbeiten zu präsentieren und damit eine größere Öffentlichkeit zu erreichen und diese dafür zu sensibilisieren.

 

Ich nominiere Annika Schüler, die einzigartige Objekte und Einzelstücke aus Porzellen fertigt. Sie verknüpft traditionelles Keramik-Handwerk mit modernem Design. Wir kennen uns schon sehr lange. Ich habe immer bewundert, mit welcher Leidenschaft sie ihre Arbeit nach Aussen trägt, mit wieviel Mut sie ihre Selbstständigkeit begonnen hat und jetzt ihren eigenen Laden führt. Und Brian Storm. Brian ist freiberuflicher Illustrator und Designer. Ich schätze die Vielseitigkeit seiner Arbeit und die wahrnehmbare Leidenschaft, die in seiner Gestaltung steckt. Ob in Galerien, Magazinen oder auf Streetwear zu sehen, erkennt man sofort seinen Stil, der unter  Anderem von Subkultur und Musik beeinflusst ist. Ich bin ein großer Fan!

© Fotos: Maren Düsel


Getreu dem Motto „Zeigt her eure Arbeit“ zeigt die Initiative „Deutschland, deine Kreativen“ Vertreter aus der Kultur- und Kreativbranche. Dafür hat Newniq ursprünglich 5 Kreativschaffende aus unterschiedlichen Bereichen nominiert und gebeten, 5 Fragen zu beantworten und wiederum jeweils 2 neue Kreative zu nominieren, die das Spiel weiterführen. Im Schneeballsystem geht es immer weiter, bis sich die Deutschlandkarte nach und nach mit interessanten Persönlichkeiten aus der Kultur- und Kreativwirtschaft füllt – quasi „der digitale Hermannkuchen der Kreativbranche“.
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