1.) Wer bist du und was machst du wo?

Mein Name ist Matthias Leipholz. Ich bin Produkt Designer und vertreibe unter dem Label reinheft Notizhefte und Kalender, die ich in Karlsruhe herstelle.

Schlichtes Design als Notizbuch fuer Notizen Minimalistische Gestaltung im Produkt Design von reinheft Reinheft Notizheft in blanko und Umschlag in Gelb Plain Notizbuch von reinheft in Hellblau

2.) Wie bist du dazu gekommen?

Glücklicherweise war es möglich, während meines Produkt Design Studiums ein freies Diplomthema zu wählen. Ich hatte mich dazu entschieden, mit etwas Neuem für die Zeit danach zu beginnen und habe reinheft gegründet. Notizhefte herzustellen erscheint auf den ersten Blick zwar nicht gerade als das klassische Produkt Design Ding. Bei reinheft steckt aber viel mehr dahinter. Zum Beispiel die Idee, eine eigene Heftbindung zu entwickeln, die ausschließlich aus Papier besteht. Herausgekommen ist eine recht simple Steckverbindung, die es ermöglicht auf herkömmliche Hilfsmittel wie Klammer, Faden und Leim zu verzichten. Hierfür konnte ich sogar Gebrauchsmusterschutz anmelden und war für den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland nominiert.

3.) Vervollständige die Sätze:

a. Wäre ich nicht Kreative/r, dann wäre ich: Verloren.

b. Weil:
ich es als große Befriedigung empfinde, Produkte zu gestalten, die physisch sind.

 

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4.) Was war dein bisher schönstes, spannendstes oder ungewöhnlichstes Projekt und wieso?

Mehrere Reisen nach China als Begleiter meines ehemaligen Hochschulprofessors Hansjerg Maier-Aichen. Ich habe gesehen, wie viele Produkte unseres täglichen Bedarfs entstehen. Es war verstörend zu beobachten, unter welchen Bedingungen dies größtenteils noch geschieht. In unserer Gesellschaft würde dies so nicht toleriert werden. Schön zu hören war, dass die Menschen in China auf eine Verbesserung hinarbeiten. Denn sie haben dort dieselben Bedürfnisse wie wir hier.

 

„Hinter guter Gestaltung stecken immer Menschen, deren Arbeit, meiner Meinung nach, gemessen am Verkaufserfolg nicht genug honoriert wird.“

 

 

5.) Was macht den Kreativbereich Deutschland für dich aus?

Die große Ambivalenz. Deutschland ist ein sehr produktiver Standort mit vielen namhaften Unternehmen, deren Güter in der ganzen Welt gefragt sind. Gutes Design wird dabei wie eine Selbstverständlichkeit vorausgesetzt. Als sei das ein Naturgesetz. Dabei stecken hinter guter Gestaltung immer Menschen, deren Arbeit, meiner Meinung nach, gemessen am Verkaufserfolg nicht genug honoriert wird.

Ich nominiere Verena Stella Gompf und Cordula Kehrer von Gompf + Kehrer. Die Mädels haben ihren eigenen Stil und stellen schöne Objekte und Möbel her.
 
 Johannes Marmon und Johannes Müller von Nyta. Die Jungs haben ein tolles Leuchtenkonzept erfunden und sind Experten auf ihrem Gebiet.

© Fotos: reinheft


Getreu dem Motto „Zeigt her eure Arbeit“ zeigt die Initiative „Deutschland, deine Kreativen“ Vertreter aus der Kultur- und Kreativbranche. Dafür hat Newniq ursprünglich 5 Kreativschaffende aus unterschiedlichen Bereichen nominiert und gebeten, 5 Fragen zu beantworten und wiederum jeweils 2 neue Kreative zu nominieren, die das Spiel weiterführen. Im Schneeballsystem geht es immer weiter, bis sich die Deutschlandkarte nach und nach mit interessanten Persönlichkeiten aus der Kultur- und Kreativwirtschaft füllt – quasi „der digitale Hermannkuchen der Kreativbranche“.
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