1.) Wer bist du und was machst du, wo?

Ich heiße Sabrina und arbeite mit Porzellan und Keramik. Für mein Label KULØR (Kuloer) entwerfe ich Becher, Teller, Vasen, Lampen oder auch Schmuck aus Porzellan und Steinzeug. Ich liebe das Material und die handwerkliche Arbeit und ich bin jeden Tag froh darüber, das machen zu können, was mir so viel Freude bereitet: Lieblingsstücke zu erschaffen. Meine Produkte sprechen eine klare, minimalistische Formsprache. Ich arbeite viel mit sanften Farben und schlichten Formen. Jeden handwerklichen Schritt führe ich mit viel Leidenschaft und Liebe fürs Detail aus. Ich lebe und arbeite in Karlsruhe.

Pastell Lampe aus KeramikBecher aus Keramik in Pastell in Handarbeit Filigran, bunt und handgemacht: Die Kuechenutensilien von Kuloer

„Ich könnte monatlich, sogar täglich neue Projekte beginnen, wenn die Zeit dafür da wäre..“

 

2.) Wie bist du dazu gekommen?

Ich beschäftige mich schon sehr lange mit Keramik. Als ich 14 war, habe ich auf Flohmärkten altes Geschirr gesammelt und zu Mosaiken verarbeitet. (Seither zerbreche ich die guten Stücke aber nicht mehr, sie landen dann in meinem Küchenschrank) In der Schule habe ich dann gerne getöpfert und mich im Produktdesign Studium ziemlich schnell auf das Material spezialisiert. Es hat sich alles irgendwie so gefügt und der Weg schien mir fast vorgezeichnet. Irgendwann habe ich dann festgestellt, dass ich im Grund nichts anderes arbeiten möchte. Und so war die Entscheidung sehr schnell getroffen, dass ich mich mit meinem Label KULØR selbstständig machen möchte.

Der Arbeitsplatz von Kuloerin der Werkstatt
Arbeitsplatz mit Schalen und Arbeitsutensilien

3.) Vervollständige die Sätze:

a. Wäre ich nicht Kreative/r, dann wäre ich: Puh, keine Ahnung. Ich kann mir nur schwer etwas anderes vorstellen. Wäre mein Beruf nicht im kreativen Bereich, dann würde ich in meiner Freizeit meine Kreativität ausleben.
b. Weil

Ich es einfach unheimlich zufriedenstellend finde, etwas mit meinen Händen zu arbeiten. Produkte zu entwerfen, die mir (und hoffentlich auch anderen) gefallen, die man lieb gewinnt und die einen dann ein Leben lang begleiten.

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4.) Was war dein bisher schönstes, spannendstes oder ungewöhnlichstes Projekt und wieso?

Im Grund jedes Projekt. Ich finde es immer sehr spannend den Prozess zu beobachten. Wie aus einer ersten Idee dann über Skizzen, Modelle aus Papier/Ton/Gips das fertige Produkt entsteht. Der Prozess der Form- und ganz besonders der Farbfindung macht mir so viel Spass. Am Anfang von jedem Projekt experimentiere ich mit neuem Material oder entwickle neue Farben. Ich könnte monatlich, sogar täglich neue Projekte beginnen, wenn die Zeit dafür da wäre.

Schale aus Steingut von Kuloer Vasen aus Keramik oder Porzellan von Kuloer

5.) Was macht den Kreativbereich Deutschland für dich aus?

Ich habe jetzt durch meine Arbeit mit KULØR so viele unheimlich talentierte, nette und motivierte Menschen kennengelernt, die alle ihre Kreativität und Leidenschaft in ihrem Beruf ausleben. Der Austausch, das durch die Kreativität miteinander Verbunden- und „Verbündet“-Sein, die entstandenen Freundschaften – das macht für mich den Kreativbereich Deutschlands aus. Aber das wäre vermutlich auch in anderen Ländern so.

Ich nominiere Karina Wendt – wir haben uns auf einer Messe als Standnachbarn kennengelernt und bestreiten seither immer wieder gemeinsam solche Messewochenenden. Ich liebe ihre wunderschönen Produkte aus Glas, mit ihren sanften Farben. Würde ich mit Glas arbeiten, würde ich mir wünschen, meine Produkte würden genau so aussehen!

Außerdem nominiere ich Claudia Kappenberger und Marina Eggen vom Family Tree Shop Karlsruhe. Claudi und Mine sind ganz besondere Personen, unheimlich hilfsbereit und nett und ich liebe den Austausch mit ihnen. Zwei der Menschen, denen ich durch KULØR begegnet bin und mich freue, nun als „Verbündete“ hier in Karlsruhe zu haben.

© Foto Por­trait: Barbara von Woellwarth, Foto Schalen und Becher mit Trockenblumen: Studio Oink, alle weiteren Fotos: Sabrina Kuhn


Getreu dem Motto „Zeigt her eure Arbeit“ zeigt die Initiative „Deutschland, deine Kreativen“ Vertreter aus der Kultur- und Kreativbranche. Dafür hat Newniq ursprünglich 5 Kreativschaffende aus unterschiedlichen Bereichen nominiert und gebeten, 5 Fragen zu beantworten und wiederum jeweils 2 neue Kreative zu nominieren, die das Spiel weiterführen. Im Schneeballsystem geht es immer weiter, bis sich die Deutschlandkarte nach und nach mit interessanten Persönlichkeiten aus der Kultur- und Kreativwirtschaft füllt – quasi „der digitale Hermannkuchen der Kreativbranche“.
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