1.) Wer bist du und was machst du wo?

Ich bin Janka Zöller, 27, und studiere Malerei an der Akademie der Bildenden Künste München. Angefangen habe ich jedoch in Leipzig an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, wo ich bisher die meiste Zeit meines Studiums verbracht habe. 2015 bin ich dann nach München gekommen, um nochmal eine ganz andere Stadt, Akademie und Lehre kennen zu lernen.

Kreativer Arbeitsplatz und atelier in Muenchen

2.) Wie bist du dazu gekommen?

Nach dem Abitur habe ich erstmal für ein halbes Jahr einen Mappen Kurs besucht, ohne genau zu wissen für was ich mich bewerben will. Ich dachte damals eher an Modedesign oder Kunsttherapie, doch ich habe dann ziemlich schnell gemerkt, dass ich am liebsten male und dabei ist es bisher geblieben.

 

„Ich möchte, dass meine Malerei der Vielfalt des Möglichen einen Raum gibt, und dass sie vor allem nichts ausschließt“

 

3.) Vervollständige die Sätze:

a. Wäre ich nicht Kreative/r, dann wäre ich.. vermutlich ein anderer Mensch und hätte nicht das Verlangen etwas Kreatives zu tun,

b. Weil.. ich nicht kreativ wäre. Ich würde mich vermutlich einer bestehenden Struktur fügen und wäre glücklich damit. Aber das ist ja genau das, was Kreative nicht wollen.

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4.) Was war dein bisher schönstes, spannendstes oder ungewöhnlichstes Projekt und wieso?

Mein bisher schönstes oder spannendstes Projekt kann ich gar nicht genauer konkretisieren. Jedes Mal aufs Neue ins Atelier zu gehen, und zu schauen was heute passiert ist für mich das Spannendste, -als läge das Schönste noch vor mir. Malerei hat für mich etwas sehr sinnliches, das ist mir wichtig zu zeigen. Die Inspiration kann von überall herkommen. Momentan habe ich eine Muse auf Instagram. Am liebsten male ich ihre Augen. Es kann aber auch ein Musikstück sein, oder Gegenstände, die ich zu einem Stillleben arrangiere – oder Emoticons. Meistens sind es Dinge, die mir zufällig begegnen, real oder rein emotionaler Natur. Ich möchte, dass meine Malerei der Vielfalt des Möglichen einen Raum gibt, und dass sie vor allem nichts ausschließt. Dabei ist es wichtig das Spontane und Spielerische nicht zu verlieren.

Auf dem Gemaelde die Augen der Muse von Janka Zoellner

Die Bildervon Janka Zoellner im Atelier in Meunchen

5.) Was macht den Kreativbereich Deutschland für dich aus?

Der Kreativbereich in dem ich mich bisher aufhalte ist hauptsächlich die Kunsthochschule. Dadurch, dass ich an zwei Kunsthochschulen studiert habe, habe ich in Leipzig Berlin und München mit Leuten zu tun, die auch Kunst machen. Das mag ich sehr gerne, und macht für mich im Wesentlichen erstmal den Vorteil dieser Institution aus. Gerade das Gefühl, dass wir alle irgendwie im selben Boot sitzen, macht den Umgang mit dieser „Unsicherheit“ erträglicher. Der Zusammenhalt im Studium ist für mich sehr wichtig, um nicht schon im Vorhinein aufzugeben, sondern dran zu bleiben, und der eigenen Arbeit zu vertrauen.

Um den Kontakt nicht zu verlieren fahre ich auch viel zwischen diesen Städten hin und her und schaue, was die anderen so treiben. Das Problem ist eher, dass Künstler/innen grundsätzlich sehr unter sich bleiben. Wir Deutschen dürfen da gern noch etwas mutiger werden und die Berührungsängste zwischen Künstlern und nicht Künstlern auflockern. Auch der Wert von künstlerischer Arbeit sollte noch viel stärker im Bewusstsein der Gesellschaft verankert sein.

Ich nominiere meine ehemaligen Studienkolleginnen Pia Christmann und Ann Richter, die zusammen in Leipzig und Berlin das Grafikdesignstudio Pandan betreiben, und die Malerin Maria Schuhmacher, die in Leipzig auf der Baumwollspinnerei arbeitet, für ihre Poesie der nicht gegenständlichen Malerei.

 

© Fotos: Janka Zöller / Lookbook: Alex Freudenberger


Getreu dem Motto „Zeigt her eure Arbeit“ zeigt die Initiative „Deutschland, deine Kreativen“ Vertreter aus der Kultur- und Kreativbranche. Dafür hat Newniq ursprünglich 5 Kreativschaffende aus unterschiedlichen Bereichen nominiert und gebeten, 5 Fragen zu beantworten und wiederum jeweils 2 neue Kreative zu nominieren, die das Spiel weiterführen. Im Schneeballsystem geht es immer weiter, bis sich die Deutschlandkarte nach und nach mit interessanten Persönlichkeiten aus der Kultur- und Kreativwirtschaft füllt – quasi „der digitale Hermannkuchen der Kreativbranche“.
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