1.) Wer bist du und was machst du wo?

Hi, ich heiße Brian Storm, bin 30 Jahre alt, lebe und arbeite in Düsseldorf. Bevor ich mich als Illustrator und Gestalter selbstständig gemacht habe, habe ich Kommunikationsdesign studiert, im Streetwear / Modebereich als Art Director gearbeitet und eigene Ausstellungen realisiert. Ich habe das große Glück mit meinen Kollegen vom „Studio Rabotti“ in einem wunderschönen, Licht durchfluteten Hinterhofbüro auf der Ackerstraße in Flingern zu arbeiten.

Im Zentrum meiner Arbeit steht die Illustration aber die Kombination verschiedener künstlerischer Disziplinen schätze ich noch mehr. Dabei inspiriert mich die Vielfalt meiner Jobs stets aufs Neue. Egal ob es sich um Logo Gestaltung, analoge Typografie oder eine Zeichnung handelt – starke, aussagekräftige Endprodukte sind immer das Ziel meiner Gestaltung. Ein Handgemachter Look, beeinflusst von Subkultur und Musik steht dabei im Vordergrund.

„Die selbstständige Tätigkeit ist für mich die logische Schnittstelle meiner Interessen und Fähigkeiten“

2.) Wie bist du dazu gekommen?

Die selbstständige Tätigkeit ist für mich die logische Schnittstelle meiner Interessen und Fähigkeiten. Auf der einen Seite liebe ich Vielfalt und neue Herausforderungen, auf der anderen Seite schätze ich Jobs, die Kontinuität und Ausdauer erfordern. Das mag widersprüchlich klingen – als selbstständiger Kreativer sind für mich aber all diese Anforderungen gegeben.

Der Arbeitsplatz von Studio Rabotti aus Duesseldorf

3.) Vervollständige die Sätze:

a. Wäre ich nicht Kreative/r, dann wäre ich: Sehr, sehr unruhig.

b. Weil: Mir dann ein wichtiger Teil meines Lebens fehlen würde. Für mich ist die Arbeit als Kreativer die sinnvollste Art Zufriedenheit zu Erlangen, Erfolge zu erzielen, kurz: mein Leben zu gestalten.

 

middle_ddk

4.) Was war dein bisher schönstes, spannendstes oder ungewöhnlichstes Projekt und wieso?

Ich liebe Projekte, die ich ohne Ablenkung und mit voller Konzentration gestalten kann. Wenn das Projekt eine Wichtigkeit und so immense Eigendynamik erlangt, das es mir die nächsten Arbeitsschritte diktiert, ist es für mich der spannendste Zustand zu arbeiten. Bislang habe ich das Glück gehabt für so viele schöne, unterschiedliche Jobs zu gestalten, dass es mir schwerfällt einen hervorzuheben. Zu meinen aktuellen Highlights gehört aber sicherlich die Kendrick Lamar Illustration, die ich als privates Projekt angefertigt habe.

Illustration von Kendrick Lamar als Print

5.) Was macht den Kreativbereich Deutschland für dich aus?

Für den gesamten Kreativbereich Deutschlands kann ich hier nur schwer sprechen. Unter den Kreativen, die ich verfolge und mit denen ich arbeite, erlebe ich aber einen starken Zusammenhalt, eine hohe Austauschbereitschaft und ein reges gegenseitiges Interesse. Das zu beobachten und daran teilzuhaben bereitet mir viel Freude.

Ich nominiere den Architekten Hartmut Raendchen. Mich inspiriert immer wieder auf’s neue mit welcher immensen Zielstrebigkeit und Dynamik mein guter Freund Hardy seine Ziele anvisiert, verfolgt und erreicht. Darüber hinaus besitzt er einen immensen Hunger auf Neues und den Drang auch komplexe Thematiken in ihrer Tiefe zu erforschen. Seine Gestaltung dient mir oft als Vorbild: Stark, reduziert und aussagekräftig. Und ich nominiere Laura Kampf. Laura und mich verbindet nicht nur eine langjährige, enge Freundschaft sondern auch viele gemeinsame Projekte. Neben ihrer beeindruckenden handwerklichen Fähigkeiten und Materialkenntnissen besitzt Laura einen schier unerschöpflichen Drang sich und ihre Arbeit weiterzuentwickeln und Neues zu entdecken. Hindernisse sind dabei wie Rohmaterialien – es gibt nichts was nicht bearbeitet werden kann bis es die richtige Form findet. Mich faszinieren ihr Ehrgeiz, ihre Ausdauer, ihr Sinn für Ästhetik und das konsequente Ignorieren von Begrenzungen jeglicher Art.

 

© Fotos: Portrait: Peter Gwiazda // weitere Bilder: Brian Storm


Getreu dem Motto „Zeigt her eure Arbeit“ zeigt die Initiative „Deutschland, deine Kreativen“ Vertreter aus der Kultur- und Kreativbranche. Dafür hat Newniq ursprünglich 5 Kreativschaffende aus unterschiedlichen Bereichen nominiert und gebeten, 5 Fragen zu beantworten und wiederum jeweils 2 neue Kreative zu nominieren, die das Spiel weiterführen. Im Schneeballsystem geht es immer weiter, bis sich die Deutschlandkarte nach und nach mit interessanten Persönlichkeiten aus der Kultur- und Kreativwirtschaft füllt – quasi „der digitale Hermannkuchen der Kreativbranche“.
 footer_ddk

Author

Write A Comment