1.) Wer bist du und was machst du, wo?

Mein Name ist Bettina Kreb, ich bin Goldschmiedin und Designerin und habe 2013, nach einigen Exkursionen u.a. in die freie Kunst, das Schmucklabel B KREB jewelry gegründet. Mein Atelier ist in Berlin, wo ich alleine arbeite. Ich verwende ausschließlich edle Materialien, wie Gold und Silber. Man könnte meine Entwürfe  als klassisches, aber auch zeitgenössiches Design bezeichnen. Meinen Schmuck vertreibe ich in unterschiedlichen Läden, sowie auf Onlineplattformen. Neben meinem Schmucklabel wirke ich an Bühnenbildern mit und erstelle freie künstlerische Arbeiten.

„Ich schätze den deutschen Perfektionismus und den hohen Anspruch sehr. Ein bisschen mehr Spontanität, Experimentierfreudigkeit und Humor würde uns allerdings auch im Machensbereich nicht schaden.“

 

2.) Wie bist du dazu gekommen?

Nach ziemlich langer Suche im kreativen Bereich und mehreren Reisen nach Südamerika bin ich schließlich eher zufällig in Chile auf indianische Schmuckmacher gestossen. Mit deren Hilfe erstellte ich meine ersten Schmuckstücke und entdeckte somit diesen Handwerksbereich für mich. Zurück in Deutschland besuchte ich dann eine Goldschmiedeschule und studierte im Anschluß daran, an der Gerrit Rietveld Akademie in Amsterdam im Bereich angewandte Kunst, Schmuck und Objekt. Dort wurde ich auf die freie Kunst aufmerksam, welche ich erst einmal interressanter fand. Zurück in Deutschland entschied ich mich allerdings für den Schmuck, um mein eigenes Business aufzubauen.

Arbeitsplatz mit genuegend Raum fuer Schmuckstuecke
B KREBS Arbeitsplatz mit vielen Schmuckstuecken

3.) Vervollständige die Sätze:

a. Wäre ich nicht Kreative/r, dann wäre ich: Kreative

b. Weil: … sicherlich beeinflusst und unterstützt von meinem Opa, der Maler war…es für mich von Kind an klar war, daß ich später etwas künstlerisches machen möchte. Im Kreativen habe ich mich immer am wohlsten gefühlt.

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4.) Was war dein bisher schönstes, spannendstes oder ungewöhnlichstes Projekt und wieso?

In Amsterdam war ich Assistentin verschiedener Künstler, auch beim Bühnenbild bin ich das letztendlich. Letzten Sommer hatte ich dann einen künstlerischen Arbeitsaufenthalt, indem ich mich nur auf meine eigenen Arbeiten konzentrieren konnte.  Das war eine große Herausforderung und persönliche Bereicherung, die ich hoffentlich in Zukunft auch mehr auf meinen Schmuck übertragen kann. Ich wünsche mir ebenfalls mehr, mit Menschen im Team zusammen zu arbeiten .

Ausgefallener Designer Schmuck aus Berlin
Designer Schmuck aus Berlin von B KREB
Minimalistisches Schmuckstuec: Die Square Ohrringe
CUBE Ohrringe im minimalistischen Stil

5.) Was macht den Kreativbereich Deutschland für dich aus?

Was in Berlin passiert, ist natürlich total spannend, die ständige Veränderung und geballte Kreativität ist erstaunlich, inspirierend und motivierend. Da finde ich es schön, daß sich Mentalitäten vermischen und verschiedene Disziplinen überschneiden. Was ich bemängeln würde, ist, daß wir Kreative schnell in so einem Strom mitschwimmen, in dem viele ähnliche Sachen entstehen. Ich würde gerne etwas mehr Vielfalt sehen. So insgesamt schätze ich den deutschen Perfektionismus und den hohen Anspruch sehr. Ein bisschen mehr Spontanität, Experimentierfreudigkeit und Humor würde uns allerdings auch im Machensbereich nicht schaden. Besonders mag ich es, Dinge zu sehen, die aus einer Kombination handwerklichen Könnens und Experiment entstanden sind.

Werktisch in Berlin von B KREB
Die Schmuckdesignerin B KREB am Werktisch

Ich nominiere Maki Shimizu, sie ist Graphikdesignerin, Illustratorin und vor allem Künstlerin. Sie hat die Gabe, Dinge zu erkennen und diese humorvoll total direkt zeichnerisch umzusetzen.
Und Denise Reytan, weil mir ihr spielerischer Umgang mit Material und Farbe gefällt und sie zu den Schmuckdesinerinnen gehört, die es schafft Autorenschmuck zu vermarkten.

 

© Profil Foto und Cibe Ohrringe: Kristoffer Schwetje // © Foto am Werktisch: Daniel Squilibrio Minoletti


Getreu dem Motto „Zeigt her eure Arbeit“ zeigt die Initiative „Deutschland, deine Kreativen“ Vertreter aus der Kultur- und Kreativbranche. Dafür hat Newniq ursprünglich 5 Kreativschaffende aus unterschiedlichen Bereichen nominiert und gebeten, 5 Fragen zu beantworten und wiederum jeweils 2 neue Kreative zu nominieren, die das Spiel weiterführen. Im Schneeballsystem geht es immer weiter, bis sich die Deutschlandkarte nach und nach mit interessanten Persönlichkeiten aus der Kultur- und Kreativwirtschaft füllt – quasi „der digitale Hermannkuchen der Kreativbranche“.
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