1.) Wer bist du und was machst du, wo?

Ich bin ein Vermittler zwischen Kreativer und Technologischer Welt. Als solcher realisiere ich eigene und Kundenprojekte. Außerdem bin auch als Berater tätig (u.a. für die Good School in Hamburg) und organisiere Events wie das von mir gegründete retune festival. Künstlerische Arbeiten entstehen gemeinsam mit Michael Haas unter dem Namen Sonice Development.

„Ich wollte schon immer Erfinder werden.“

 

2.) Wie bist du dazu gekommen?

Ich wollte immer Erfinder werden und habe mich deshalb für einen Ingenieursstudium entschieden. Die normale Arbeitswelt und Denke von Ingenieuren, mit der ich dann in Kontakt kam, hat aber überhaupt nicht zu mir gepasst. Schon während dem Studio habe ich als Job lieber Videos produziert, als in einem Ingenieurbüro zu arbeiten.

Als ich mich dann am Ende des Studiums nach einem Thema für meine Diplomarbeit umgesehen habe, habe ich glücklicherweise zwei Berliner Produktdesigner kennengelernt. Die beiden hatten eine Maschine erfunden, die mit Paintballs riesige Grafiken an Wände schießen kann. Zufälligerweise waren sie gerade auf der Suche nach jemandem, der ihnen bei der Entwicklung eines neuen Prototypen hilft.

So bin ich in diese Szene reingerutscht und freelance nun statt mir in der Automobilindustrie eine goldene Nase zu verdienen.

julianadenauer schreibtisch
Julian’s Schaltzentrale.
 
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3.) Vervollständige den Satz:

a. Wäre ich nicht Kreative/r, dann wäre ich:

In einem großen Unternehmen mit 35 Stunden-Woche, 30 Urlaubstagen, geregeltem Einkommen, Kündigungsschutz und Einfamileinhaus. Ein Zombie also.

4.) Was war dein bisher schönstes, spannendstes oder ungewöhnlichstes Projekt und wieso?

Also da will ich jetzt keines meiner Projekte diskriminieren… Der Facadeprinter war natürlich etwas sehr besonderes für mich, weil er für vieles ein Kristallisationspunkt, Tür- und Augenöffner war. Die retune hat das dann nochmal auf ein neues Level gehoben, mir viele neue Kontakte gebracht und gezeigt, was es heißt, Events zu organisieren.

julian adenauer projektFacadeprinter

5.) Was macht den Kreativbereich Deutschland für dich aus?

Wir haben mit dem Facadeprinter damals einen Gründerpreis gewonnen, der große Teile unserer Arbeit überhaupt erst ermöglicht hat. Im letzten Jahr bin ich dann als Kultur- und Kreativpilot ausgezeichnet worden. Hier freut mich besonders, dass bei diesem Preis so viele ausgezeichnet wurden, die wirklich mit ihrem Herzen dabei sind und nicht mit den Gedanken nur bei ihrem Geldbeutel.

Generell bin ich froh, mittlerweile so viele tolle Leute zu kennen, die sich trauen, ihr Ding zu machen. Es einfach ausprobieren und sich nicht abschrecken lassen und nicht den Weg des geringsten Widerstands wählen.

 


Getreu dem Motto „Zeigt her eure Arbeit“ zeigt die Initiative „Deutschland, deine Kreativen“ Vertreter aus der Kultur- und Kreativbranche. Dafür hat Newniq ursprünglich 5 Kreativschaffende aus unterschiedlichen Bereichen nominiert und gebeten, 5 Fragen zu beantworten und wiederum jeweils 2 neue Kreative zu nominieren, die das Spiel weiterführen. Im Schneeballsystem geht es immer weiter, bis sich die Deutschlandkarte nach und nach mit interessanten Persönlichkeiten aus der Kultur- und Kreativwirtschaft füllt – quasi „der digitale Hermannkuchen der Kreativbranche“.
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