1.) Wer bist du und was machst du, wo?

Ich bin Jochen Küpper, studierter Diplom Kaufmann aus Kölle, und arbeite hier in Berlin mit meiner urbanen Kunstagentur – RIOTarts. Mein Hauptprojekt war bis diesen Sommer der  Aufbau des Kunst- und Musikzentrums: STATTBAD Wedding – das nun mit einem großen Knall beendet wurde. Weiterhin bringe ich mich in zahlreichen Initiativen und gemeinnützigen Organisationen mit meinen Ideen ein, zB: in der Bewegung für Inhalte Entschleunigung und Reduktion (B.I.E.R. eV.) zur künstlerischen Befreiung von städtischen Werbeflächen, im Kulturnetzwerk Wedding Moabit und in der Graffiti Lobby Berlin.

 

„Wir sollten in Zukunft nicht nur in den technischen Ingeniersberufen der globale Vorreiter sein, sondern auch wieder in den kreativen Bereichen.“

 

2.) Wie bist du dazu gekommen?

Ich wollte schon immer etwas aufbauen und mein eigener Chef sein. Das habe ich schon früh gemerkt, selbst im damaligen Traumjob als Personalleiter des Catering Unternehmens im Kölner FC Stadion… Von daher war für mich schon vor gut 10 Jahren klar, dass ich mich selbständig machen möchte. Das habe ich dann auch getan, als ich 2007 von Warschau nach Berlin gezogen bin und meine Agentur RIOTarts gegründet habe. Schnell gelang das erste große Projekt – das Streetart Festival Urban Affairs 2008 – das hat mir Aufwind gegeben. Als ich merkte dass die Kombination aus kaufmännischer Ausbildung und kreativen Iden gut funktioniert, war klar dass ich unbedingt weiter im Kreativbereich arbeiten möchte. Bis heute und noch viel viel länger… ;)

Die Arbeitsutensilien von Jochen Kuepper

Jochens Schreibtisch

3.) Vervollständige die Sätze:

a. Wäre ich nicht Kreative/r, dann wäre ich: Manager in einem großen Technikunternehmen

b. Weil: Mich Abläufe in einem auf Technologie ausgerichteten Unternehmen reizen würden

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4.) Was war dein bisher schönstes, spannendstes oder ungewöhnlichstes Projekt und wieso?

Mit Sicherheit das STATTBAD Wedding als Kunst- und Musikstandort. Diesen wirklich einzigartigen Ort aufzubauen, zu sehen wie er wächst, mit all den tollen Menschen und großen Ideen, war eine ganz besondere Erfahrung. Nun zu sehen, wie schnell ein solches Projekt wieder vorbei sein kann schmerzt, aber man hat sehr viel gelernt, was ich nun unbedingt in neue Projekten einbringen möchte. Weiterhin spannend ist für mich das urbane Kunstfestival Urban Affairs, das ich mir 2007 ausgedacht habe. Die zweite Auflage eröffnete das STATTBAD und die dritte Auflage soll im nächsten Jahr hier in Berlin-Wedding stattfinden… Es ist dabei für mich immer toll zu sehen, wie sich unterschiedliche Ideen und Projekte verbinden und Synergien entstehen.

   Ausstellung mit SP38 im Stattbad Wedding organisiert von RIOTarts  Im Stattbad Wedding ließ RIOTarts ein Orchester spielen Das Stattbad Berlin zeigt verschiedene Ausstellungen

5.) Was macht den Kreativbereich Deutschland für dich aus?

Der Kreativbereich in Deutschland wird meiner Meinung nach noch oft unterschätzt. Im Land der Dichter und Denker wird das kreative Potenzial das hier lebendig gedeiht oft unterschätzt, klein geredet und nicht richtig genutzt. Wir sollten in Zukunft nicht nur in den technischen Ingeniersberufen der globale Vorreiter sein, sondern auch wieder in den kreativen Bereichen, wobei unsere Präzision zur richtigen technischen Umsetzung, sicher ein großer Standortvorteil ist. Ich hoffe zudem, dass noch mehr für die Kreativen getan wird, insbesondere für die kleinen Pioniere, für die einfache Erleichterungen wie zb in steuerlichen Fragen oder Unterstützung bei Change Prozessen von kleinen zu mittlerer Unternehmensgröße eine große Hilfe und Motivation wäre.

Ich nominiere auf jeden Fall Annette Wolter, die für das Kulturnetzwerk mit viel Liebe und Herzblut die gesamte Infrastruktur zur kulturellen News-Versorgung für die Künstler und Kreativen in Berlin Wedding-Moabit aufgebaut hat. Annette hat zudem immer großartige Ideen, die es zu unterstützen gilt ;) ! Und als zweiten Kreativen Kopf möchte ich Marte Hentschel benennen, die es nicht nur geschafft hat ein Unternehmen für Modeproduktion und Beratungen aufzubauen, das sehr vielen Kreativen aus der Modebranche geholfen hat, sondern das ganze jetzt in ein digitale Kreativplattform umgebaut hat, auf der sich die Modemacher direkt kennenlernen und vernetzen könne. Großartig!

 

© Pool Foto in Blau: Nicola Dussolier @STATTBAD // © Pool Foto – mit Orchester
SKARK Orchestra @STATTBAD // © Pool Foto – NoMoney,NoArts
SP38 „No Money, No Art“ @ STATTBAD zum Kulturfestival Wedding Moabit 2014 // © Portrait Jochen Küpper, Boiler


Getreu dem Motto „Zeigt her eure Arbeit“ zeigt die Initiative „Deutschland, deine Kreativen“ Vertreter aus der Kultur- und Kreativbranche. Dafür hat Newniq ursprünglich 5 Kreativschaffende aus unterschiedlichen Bereichen nominiert und gebeten, 5 Fragen zu beantworten und wiederum jeweils 2 neue Kreative zu nominieren, die das Spiel weiterführen. Im Schneeballsystem geht es immer weiter, bis sich die Deutschlandkarte nach und nach mit interessanten Persönlichkeiten aus der Kultur- und Kreativwirtschaft füllt – quasi „der digitale Hermannkuchen der Kreativbranche“.
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6 Comments

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  2. Liebenswerter Jochen,

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    Frei
    Eine gute Zeit ,und Grüße aus der Luemburger/Köln.
    Ralf.

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