1.) Wer bist du und was machst du, wo?

Ich bin Henrike aus Berlin, freie Art Direktorin mit dem Schwerpunkt Editorial Design, also Magazin- und Zeitungsgestaltung. Ich entwickle Gestaltungskonzepte für neue Magazine und Bücher oder überarbeite bereits bestehende Printprodukte. Entweder vor Ort in den Verlagen oder in meinem eigenen Studio, das ich mir in Kreuzberg mit einigen anderen Kreativen teile.

Ich empfinde meine Situation als Selbstständige in Berlin oft als privilegiert. 

 

2.) Wie bist du dazu gekommen?

Ich habe zunächst Medienkunst in Weimar studiert und bin für ein Praktikum beim Film nach Berlin gekommen und von dort zum Kommunikationsdesign an die Hochschule Potsdam.

Zeitung hat mich von Anfang an fasziniert, weil man daran so wunderbar sehen kann, welche Bedeutung der Gestaltung in der immer größer werdenden Flut an Nachrichten und Informationen zukommt. Ohne ein spannendes Layout, die richtige Schrift oder ganz allgemein Leserführung würde niemand Dinge lesen oder angucken wollen. 

 

3.) Vervollständige die Sätze:

a. Wäre ich nicht Kreative/r, dann wäre ich: draussen.

b. Weil: das Kraft gibt.

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4.) Was war dein bisher schönstes, spannendstes oder ungewöhnlichstes Projekt und wieso?

Das Magazin enorm, das sich mit Wirtschaft für den Menschen befasst. Das habe ich im Team vor einigen Jahren aus der Taufe gehoben – von der bloßen Idee eines Magazins über die Konzeption der Inhalte und der Gestaltung, den Aufbau der gesamten Verlagsstruktur bis zum konkreten Heft, das überall am Kiosk liegt – ein Projekt von Anfang bis Ende so nah zu begleiten, dazu mit Themen, die einem nah sind, war eine besondere und auch sehr lehrreiche Erfahrung. Das ist aber schon ein bisschen her, deswegen auch die Sonderausgaben des Philosophie Magazins, da es mich immer wieder mit Themen aus einer anderen Welt konfrontiert. 

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5.) Was macht den Kreativbereich Deutschland für dich aus?

Ich bin nicht sicher, für Deutschland sprechen zu können, da sich die Regionen doch sehr unterscheiden. Wir in Berlin sind hier so viele (internationale) Kreative, dass zum einen das Niveau und die Qualität der Arbeit sehr hoch ist und andererseits auch sehr offen mit neuen, sprich flexiblen Arbeitsmodellen umgegangen wird. Die Aufgaben und Auftraggeber sind sehr unterschiedlich: vom start-up bis zu etablierten Verlagen, das macht es immer wieder spannend. Ich empfinde meine Situation als Selbstständige in Berlin oft als privilegiert: Ich kann hier arbeiten wie ich mir das vorstelle. 

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Henrikes Schreibtisch ist immer überall dabei…

 

Ich nominiere Antje Wolter, weil sie mich seit unserem gemeinsamen Studium in Weimar mit ihren sehr unterschiedlichen Arbeitsstationen immer wieder inspiriert und motiviert, seinen eigenen Weg zu gehen. Außerdem Phillip Zwanzig & Florian Haeusler, die mit fern fahrrädern einen tollen Job und Lust auf reisen machen.

 

 

© Portraifoto: Marcus Nyberg// © restlichen Fotos: Henrike Noetzold


Getreu dem Motto „Zeigt her eure Arbeit“ zeigt die Initiative „Deutschland, deine Kreativen“ Vertreter aus der Kultur- und Kreativbranche. Dafür hat Newniq ursprünglich 5 Kreativschaffende aus unterschiedlichen Bereichen nominiert und gebeten, 5 Fragen zu beantworten und wiederum jeweils 2 neue Kreative zu nominieren, die das Spiel weiterführen. Im Schneeballsystem geht es immer weiter, bis sich die Deutschlandkarte nach und nach mit interessanten Persönlichkeiten aus der Kultur- und Kreativwirtschaft füllt – quasi „der digitale Hermannkuchen der Kreativbranche“.
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