1.) Wer bist du und was machst du, wo?

Ich bin Anna und arbeite als selbständige Kreativschaffende – meistens in Berlin.
Mein ‚Unternehmen‘ heißt BLINKBLINK.

„Ich hatte eigentlich grundsätzlich keinen Plan für meine Selbständigkeit.“

 

2.) Wie bist du dazu gekommen?

Ich komme aus einem ‚Künstlerhaushalt‘ und habe dann an Hochschulen in Hamburg, Berlin und Zürich zuerst Kommunikationsdesign, dann Motion- & Interactiondesign und dann Trendforschung studiert. Die Entscheidung zur Selbständigkeit, bzw. der Führung eines Unternehmens war schon in der Kindheit getroffen.

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3.) Vervollständige die Sätze:

a. Wäre ich nicht Kreative/r, dann wäre ich: Kein Mensch.

b. Weil: Mir die Natur des Menschen am Herzen liegt.

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4.) Was war dein bisher schönstes, spannendstes oder ungewöhnlichstes Projekt und wieso?

Mein Studio in der Gerichtstraße. Ich hatte nie geplant einen Ort dieser Art zu gründen. Ich hatte eigentlich grundsätzlich keinen Plan für meine Selbständigkeit.
Der Ort war einfach plötzlich da und hat mich vom ersten Moment an extrem gefordert.
Ich habe mit den einfachsten Mitteln begonnen das Studio zu bespielen, es mit allen Ideen aufzuladen, die ich hatte und es mit allen Leuten zu teilen, die ich kannte.
In den lezten 3 Jahren sind dort deshalb für mich persönlich die ungewöhnlichsten und schönsten Dinge passiert. Nach einer 8-monatigen Studiopause freue ich mich momentan mega auf eine neue kreative Zeit an diesem Ort mit tollen Leuten.

Designerin Anna Niestroj zeigt uns ihren Kreativplatz

Anna hat derzeit zwar keinen ‚einen‘ Arbeitsplatz – allerdings verschiedene Arbeitsstationen.

 

5.) Was macht den Kreativbereich Deutschland für dich aus?

Ich persönlich assoziiere ‚Deutschland‘ eher weniger mit Kreativität. Auch wenn davon viel vorhanden ist, finde ich sie schlecht verteilt. Ähnlich wie in Berlin: alle hängen und drängen in Neukölln und Kreuzberg herum, während andere Orte in der Stadt annähernd verkümmern.
So sehe ich das auch mit der Kreativität in sämtlichen Bereichen, die nicht kulturell geprägt sind. Ich würde also sagen, dass da noch sehr viel Luft nach oben ist.

Ich nominiere Tine, weil sie ein kreativer und schöner Mensch ist. Während ihres Fotografiestudiums 2013 – im Alter von 22 – wurde bei ihr Diabetes Mellitus Typ 1 diagnostiziert. Seither setzt sie ihre Kreativität und positive Energie in einem Bereich ein, der durch Stimmen wir ihre sehr bereichert wird. Und ich nominiere Jochen, weil er mit viel Herzblut Kulturförderung in einem Stadtteil Berlins betreibt, welcher von den anderen ‚etablierten‘ Bezirken Berlins nicht so richtig ernst genommen werden will. ;) Jochen war maßgeblich beim Aufbau und Durchbruch des berühmtberüchtigten Stattbad Weddings beteiligt und setzt sich nun aktiv für das Kulturnetzwerk Wedding Moabit ein, welches seit 2013 agiert.

 

© Portraitfoto: Nicola Holtkamp / Studio H2 // © Fotos: Anna Niestroj


Getreu dem Motto „Zeigt her eure Arbeit“ zeigt die Initiative „Deutschland, deine Kreativen“ Vertreter aus der Kultur- und Kreativbranche. Dafür hat Newniq ursprünglich 5 Kreativschaffende aus unterschiedlichen Bereichen nominiert und gebeten, 5 Fragen zu beantworten und wiederum jeweils 2 neue Kreative zu nominieren, die das Spiel weiterführen. Im Schneeballsystem geht es immer weiter, bis sich die Deutschlandkarte nach und nach mit interessanten Persönlichkeiten aus der Kultur- und Kreativwirtschaft füllt – quasi „der digitale Hermannkuchen der Kreativbranche“.
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