1.) Wer bist du und was machst du wo?

Ich heiße Laura Kampf und bin Designerin / Maker / Content Creator aus Köln. Ich arbeite mit verschiedensten Materialien und Werkzeugen und versuche mir so viele handwerkliche Fähigkeiten wie möglich beizubringen. Dabei entstehen mal Möbel, mal ein Fahrradanhänger für meinen Hund und manchmal Multifunktions-Schlüssel-Wurfsterne mit eingebautem Flaschenöffner :)

„Dadurch dass ich keine Angst mehr vorm „Scheitern“ habe, kann ich den Prozess und die Arbeit mit meinem Werkzeugen und Materialen zu 100 Prozent genießen“

2.) Wie bist du dazu gekommen?

Mein generelles Interesse am Handwerk hat sich während meinem Designstudium in eine handfeste Leidenschaft entwickelt. Allerdings interessiert mich so ziemlich Alles, was es für mich sehr schwer gemacht hat mich auf eine Sache zu spezialisieren… somit hab ich angefangen mir alles ein bisschen beizubringen und dann zur nächsten Disziplin zu wechseln. Natürlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und deshalb ging auch ständig was schief, und das ist über die Jahre zu meiner Methode geworden. Mittlerweile plane ich gar nicht mehr grossartig, ich improvisiere nur noch… aber das auf immer höherem Niveau. Meistens habe ich eine recht klare Vorstellung von einem Produkt am Ende und einen Haufen Material am Anfang… der Mittelteil der Herstellung ergibt sich dann von alleine. Dadurch dass ich keine Angst mehr vorm „Scheitern“ habe, kann ich den Prozess und die Arbeit mit meinem Werkzeugen und Materialen zu 100 Prozent genießen! Und da für mich der Prozess sehr viel wichtiger als das Produkt ist, war es recht naheliegend genau das zu dokumentieren. Und so bin ich bei YouTube gelandet. Die Filme spiegeln meine Begeisterung für Werkzeug, Handwerk und Material ganz gut wieder denke ich…

Licht Reklame mit Typografie Brasstins: Designobjekt aus Holz und Metall

 

3.) Vervollständige die Sätze:

a. Wäre ich nicht Kreative/r, dann wäre ich: Irgendwas mit Strand und Sonnne. Vielleicht Tauchlehrerin? Oder ich würde mit nem Metalldetektor nach Geld am Strand suchen.

b. Weil: Is doch auch schön!

 

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4.) Was war dein bisher schönstes, spannendstes oder ungewöhnlichstes Projekt und wieso?

Ich habe letztes Jahr riesige Stahl-Leuchtkästen als Bühnenelemente für Frank Turner gebaut. Das war super spannend! Aber momentan ist mein YouTube Kanal das aufregendste für mich. Es ist eine ziemlich extreme Situation für mich meine Arbeiten so öffentlich zu machen. Jede Woche eine neues Projekt auszudenken, umzusetzen, alles zu filmen, schneiden und zu veröffentlichen ist natürlich ne Menge Arbeit. Und das ganze wird dann von tausenden von Menschen gesehen und beurteilt – das ist unglaublich spannend! Und es erlaubt mir mich voll und ganz auf den Prozess zu fokussieren und ständig was neues auszuprobieren! Das ist unglaublich toll!

 

5.) Was macht den Kreativbereich Deutschland für dich aus?

Das ist schwer zu sagen. Meistens arbeite ich alleine und sehe meine Arbeit nicht wirklich im Zusammenhang mit Deutschland. Von der Handwerksperspektive haben wir natürlich eine top Ausbildungstradition… aber den Weg bin ich nicht gegangen. Aus der „Maker-Perspektive“ sehe ich große Vorschritte, letzte Woche war ich auf der Maker Faire in Hannover und war überwältigt von den vielen Ausstellern, Interessenten und Innovationen! Draussen sind Menschen in Quallen-Kostümen in einem Riesen Stahl-Fisch rumgefahren und drinnen haben Kinder R2D2s mit einem 3D Drucker gedruckt. Das ist schon ziemlich cool! Ich bin sehr gespannt wie sich die Maker-Bewegung in Deutschland entwickelt!

Handgemachte Typografie aus Eisen von Laura Kampf Handgemachter Schluesselanhaenger aus Holz

Ich nominiere meine Lieblingsautorin Melanie Raabe und die unfassbar talentierte Illustratorin Jennifer Daniel. Weil die beiden absolute Champions sind!

© Fotos:  Laura Kampf


Getreu dem Motto „Zeigt her eure Arbeit“ zeigt die Initiative „Deutschland, deine Kreativen“ Vertreter aus der Kultur- und Kreativbranche. Dafür hat Newniq ursprünglich 5 Kreativschaffende aus unterschiedlichen Bereichen nominiert und gebeten, 5 Fragen zu beantworten und wiederum jeweils 2 neue Kreative zu nominieren, die das Spiel weiterführen. Im Schneeballsystem geht es immer weiter, bis sich die Deutschlandkarte nach und nach mit interessanten Persönlichkeiten aus der Kultur- und Kreativwirtschaft füllt – quasi „der digitale Hermannkuchen der Kreativbranche“.
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