1.) Wer bist du und was machst du wo?

Mein Name ist JZ James, ich bin ein in Blues- und Roots-Musik verwurzelter Singer-Songwriter-Gitarrist aus Berlin.

2.) Wie bist du dazu gekommen?

Ich habe schon 1984 meine erste Band gegründet und – egal mit welchen Jobs ich mich auch immer über Wasser hielt – die Musik ist immer der rote Faden und die sinnstiftendste Beschäftigung in meinem Leben gewesen.
Nachdem ich in den 90er Jahren hauptsächlich Theatermusik produziert habe, habe ich mich seit 2004 wieder aufs Schreiben von Songs und deren musikalischer Umsetzung konzentriert.

 

„Aus den unmittelbaren Eindrücken einer einjährigen Weltreise sind eine ganze Reihe von Songs entstanden.“

 

3.) Vervollständige die Sätze:

a. Wäre ich nicht Kreative/r, dann wäre ich: nicht ich.

b. Weil: die kreative Beschäftigung den größten Teil meiner Identität ausmacht. Sie verortet mich in einer bestimmten (handwerklichen) Tradition und schafft Beziehungen zwischen mir und der Welt.

Der Blues und Roots Musiker und Songwriter beim Konzert

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4.) Was war dein bisher schönstes, spannendstes oder ungewöhnlichstes Projekt und wieso?

2009 unternahm ich mit meiner heutigen Frau Katharina (von golden spleen) eine einjährige Weltreise, auf der aus den unmittelbaren Eindrücken eine ganze Reihe von Songs entstanden. Als wir 2011 nach Berlin zogen war es mir möglich, diese Musik, die in aller Welt entstanden war, auch mit wunderbaren Musikern aus aller Welt einzuspielen und im März diesen Jahres als Album mit dem Titel „A Great Notion“ zu veröffentlichen.

Cover der CD A great notion von JZ James

5.) Was macht den Kreativbereich Deutschland für dich aus?

Einen Kreativbereich Deutschland gibt es für mich nicht. Das gute an Kreativität ist ja gerade, dass sie nicht an nationalstaatliche Grenzen gebunden ist und damit im besten Fall nichts zu tun hat. Ich identifiziere mich sehr viel stärker mit Musikern aus aller Welt, mit denen ich Ideen, Ideale und Vorlieben teile, als mit einem wie auch immer konstruierten „Deutschen“. Ich glaube auch, dass man mit solchen nationalen Identitäten in Zeiten zunehmender Rassismen und abgeschotteter Grenzen eher vorsichtig sein sollte.

 

Ich nominiere: Markus Czygan, Theatermacher. Ich kenne niemanden, der mit solcher Leidenschaft ALLES an einem Theater, vom baulichen Fundament bis zur Regie, vom Bühnenbild bis zur Ausstattung der Toiletten, vom Kostüm bis zur Dramaturgie mit den eigenen Händen und dem eigenen Kopf um- und durchsetzt. Als zweites Nick Morrison, Musiker. Ein Musiker von außergewöhnlich kreativer Kraft, der es schafft, verschiedenste Musiker, Stilistiken, Projekte zu einem großen stimmigen Ganzen zu integrieren.

© Fotos : Portrait: tintype, Berlin / Foto Bühne: Ralf Schuster  / Foto CD: Katharina Zink


Getreu dem Motto „Zeigt her eure Arbeit“ zeigt die Initiative „Deutschland, deine Kreativen“ Vertreter aus der Kultur- und Kreativbranche. Dafür hat Newniq ursprünglich 5 Kreativschaffende aus unterschiedlichen Bereichen nominiert und gebeten, 5 Fragen zu beantworten und wiederum jeweils 2 neue Kreative zu nominieren, die das Spiel weiterführen. Im Schneeballsystem geht es immer weiter, bis sich die Deutschlandkarte nach und nach mit interessanten Persönlichkeiten aus der Kultur- und Kreativwirtschaft füllt – quasi „der digitale Hermannkuchen der Kreativbranche“.
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