Nicht selten werden wir gefragt, wie man als Blogger eigentlich Geld verdient. Wenn man wie viele unter uns mit dem „irgendwas mit Medien“ nichts zu tun hat, ist diese Frage auch mehr als berechtigt, schliesslich haben auch wir sie uns vor nicht allzu langer Zeit selbst noch gestellt, räusper, räusper. Sieht man als Leser*in doch meist „nur“ den Content, also Inhalte, die einem im Bestfalle bereichern und nicht auf den ersten Blick so aussehen, als verdienen die Macher*innen des Blogs damit Geld. Wie also funktioniert das? Was ist bezahlt, was nicht? Was ist echt? Was etwa gekauft? Zeit, dem mal auf den Grund zu gehen:

Zunächst einmal sei gesagt, dass wir mit Sicherheit keine Profis sind, die auf eine jahrelange Blogger-Laufbahn zurück schauen können und schon alles haben kommen und gehen sehen. Auch können wir hier nur für einen kleinen Teil von Bloggern sprechen, aber in jedem Falle von uns und Euch einen Einblick geben, wie die Dinge auf Newniq funktionieren.

Jeder professionelle Blog muss und möchte Geld verdienen

Wie gerne würde ich sagen, wir würden von Luft und Liebe leben, vom Anblick schöner Designs, vom Besuch diverser Veranstaltungen, vom Lunch in einem hippen Café, von einer Städtereise und einem Aufenthalt in einem schönen (Design-)Hotel, und und und. Würde, genau da ist es, das kurze Wort, das hier den Unterschied macht. Ich würde es gerne behaupten, es entspricht aber nicht der Wahrheit. Rechnungen etwa für das Hosting unserer Domain, (Web)Arbeiten am Blog oder auch einfach unsere persönlichen Lebenshaltungskosten lassen sich leider weder von Luft und Liebe bezahlen, noch durch Barter-Deals, also Tauschgeschäfte, finanzieren. Schlichtweg und total unsexy geht das eben nur mit Cash in de Täsch. Katschinnnng.

Und das insbesondere, wenn man mal schaut, dass Bloggen nicht nur mal „eben nebenbei“ geschieht. Ok, beim Blick auf Instagram könnte man das vermuten, denn irgendwie vermittelt man ja dort eine gewissen Leichtigkeit. Ein Lunch-Bild gefolgt von einer anderen, schönen Impression unseres Blogger-Daseins. Ist ja auch viel interessanter, als uns jeden Tag vorm Computer zu zeigen. Allerdings bedarf jeder Artikel, jede Themenfindung einer Vorplanung, Recherche, Umsetzung, so dass wir natürlich an jedem Post mehrere Stunden arbeiten und dann sind noch nicht mal alle E-Mails und Social-Media-Dinge „erledigt“. Sprich Bloggen bedeutet für uns den Großteil der Zeit vor dem Computer zu sitzen und damit ist klar, dass wir daran verdienen möchten und müssen.

Wie verdienen Blogger Geld?

Wenn wir gefragt werden, wie wir mit unserem Interior Blog oder eben als Blogger Geld verdienen, erkläre ich es immer ganz simpel: Im Grunde funktioniert es wie bei einer Zeitung oder einem Printmagazin, nur noch etwas fortschrittlicher. Der (im Bestfalle) Großteil des Magazins besteht aus redaktionellen Inhalten und hier und da ist ein Beitrag oder ein Bild als – Anzeige – gekennzeichnet. Nichts anderes machen wir. Mehr noch: In einem (anspruchsvollen) Design Magazin wird man wohl kaum eine Anzeige von einem (billigen) Autozulieferer oder einem Baustoffhandel finden. Auch Anzeigen / Anzeigenkunden müssen sowohl stilistisch als auch inhaltlich zum Magazin passen.

Genau so läuft es bei uns. Der Großteil unserer Beiträge ist redaktionell und Beiträge, bei denen Geld fliesst, diese sind entsprechend gekennzeichnet (wie dieser hier im Übrigen) und müssen in jedem Falle einen Mehrwert darstellen. Manchmal müssen wir sogar schmunzeln, wenn eine Anfrage eintrudelt, bei der wir so gar nicht wissen, wie der Kunde auf uns gekommen ist. Die erste Devise lautet für uns daher immer: Passt es / das Produkt / der Kunde zu Newniq und bietet der Inhalt einen Mehrwert? Kann man beides mit „ja“ beantworten stehen die Chancen ganz gut, dass wir den bezahlten Artikel posten.

Wie verdiene ich als Blogger Geld
Als Blogger Geld mit Kooperationen oder flattr verdienen

Ganz wichtig auch für uns: Die redaktionellen, nicht bezahlten Beiträge sollten immer den Großteil des Contents auf unserem Blog wiederspiegeln. Umso mehr bezahlte Kooperationen wir eingehen, desto mehr Freiheit haben wir andererseits auch für unsere redaktionellen Inhalte. Denn nur, wenn auch Beiträge bezahlt werden, kann Newniq bestehen.

Welche Finanzierungsmöglichkeiten hat ein Blog

Dass ein Kunde und ein Produkt zum Blog und den Leser*innen passt, ist also erstes Gebot. Ist das erstmal gebongt, gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie man als Blogger Geld verdienen kann. Zeit ist Geld oder wie heisst es so schön, daher kommen diese hier im Schnelldurchlauf:

  • Einen bezahlten Artikel / Post veröffentlichen (mit interessantem Inhalt und gutem Mehrwert)
  • Werbebanner auf der Seite schalten (auch die sollten inhaltlich passen und einen Mehrwert bieten und – zumindest bei uns – nicht die gesamte Seite zukleistern, sondern ganz dezent erscheinen, ohne den Leser zu nerven)
  • Affiliate Links nutzen (heisst nichts weiter, als das man Links einsetzt, an denen wir als Blog verdienen, wenn wir dem verlinkten Partner Kunden oder Geschäft vermitteln)
  • Spenden über Flattr (yay – das gibt es ab morgen wieder neu, mehr dazu unten)
  • Wissen vermitteln (beispielsweise Workshops geben oder Vorträge halten)
Blogger Style mit Jutebeutel

Geld spenden und Geld verdienen mit Flattr

Hello Flattr 2.0. Eine neue Möglichkeit sowohl für begeisterte Leser*innen als auch für uns Blogger hat sich mit Flattr aufgetan. Wir haben uns das Konzept angeschaut und werden es in Zukunft ausprobieren. Wir sind gespannt, wie es ankommt. Auf Flattr habt Ihr als Leser die Möglichkeit, einen Blog direkt durch eine Spende zu unterstützen. Ihr seid also begeistert von der Arbeit, die hinter dem Magazin steckt und würdet das gern irgendwie zum Ausdruck bringen? Neben dem Kommentarfeld oder einer persönlichen Nachricht hat sich diesem Feedback jetzt also Flattr angenommen! Und das wird natürlich gebührend gefeiert:

EVENT TIPP: Launch Event von flattr 2.0 in der BLogfabrik

Flattr 2.0 macht sich also an den Start und feiert erstmal. Das Beste daran? Naja wenn wir schon beim Thema Geld sind, geht es auch auf der Flattr 2.0-Party hier bei uns in der Blogfabrik darum. Denn Ihr könnt auf der Party Geld verdienen wofür man ansonsten bezahlt. Ihr registriert euch hier bei Eventbrite für die Gästeliste, am Einlass zur Party erhaltet Ihr so genannte Flattr-Münzen. Die Flattr-Münzen ermöglichen es Euch, andere Kreative und ihre Arbeit zu flattrn. Ihr postet über Flattr auf Social Media oder holt Euch einen neuen Drink? Auch dafür werdet Ihr belohnt! Und am Ende können die Flattrs in Euros eingetauscht werden. Klingt ja irgendwie nach dem guten Cash-Deal, oder? Hier kommen die hard facts:

Flattr 2.0 Launch – Lass Dich fürs Feiern bezahlen!
24.Oktober von 18 Uhr – 23 Uhr
Blogfabrik, Oranienstraße 185 10999 Berlin
Hier anmelden

Egal also, mit welcher Art und Weise man seinen Blog monetarisiert, wichtig ist unserer Meinung nach, dass man es tut. Und man kann trotz vergüteter Arbeit seinem Stil und Blog absolut treu bleiben. Guter Inhalt hat schliesslich immer oberste Priorität wie wir finden. Wer noch weitere Ideen hat, die wir hier hinzufügen sollten, immer her damit!

–  in freundlicher Zusammenarbeit mit Flattr –

Fotos: Mann mit Geldscheinen: Unsplash/ Jeremy Paige, Frau mit Jutebeutel: Unsplash/ Soragrit Wongsa, Titelbild: Unsplash / Damian Zaleski, Schreibtisch mit Kalender: Unsplash / Stil

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