Es liegt ja in der Natur des Menschen, dass wir uns oft viel zu viel aufhalsen. Und so habe ich immer das Gefühl, dass vor allem zum Jahreswechsel die guten Vorsätze bei dem Ein oder Anderen riesengroß werden. Abnehmen, sportlicher werden, eine neue Wohnung, ein neues Liebesglück, eine Therapie und Verzicht auf allerhand Genüsslichkeiten. Ganz persönlich ist es bei mir so, dass ich nicht wirklich große Vorsätze für das Jahr 2017 habe. Abnehmen? Kann, muss aber nicht. Ich bin kein Raucher, also kann ich mir das Abgewöhnen nicht vornehmen. Und eine große Drogenlast muss ich auch nicht bekämpfen. Ihr seht, dass die großen, „üblichen“ Vorsätze des Lebens bei mir schon einmal hinfällig sind. Trotzdem macht man sich ja Gedanken darüber, wie man vor allem seinen Alltag optimieren kann. Großes Thema dieses Jahr und eines der Lieblingswörter meiner Schwester ist Achtsamkeit. Und damit wären wir schon an Punkt 1 meiner Top-Drei-Vorsätze für dieses Jahr:

Vorsatz 1: Achtsam sein

Achtsamkeit im Alltag, achtsam leben und sich somit vielleicht auch das Leben in schwierigen Zeiten leichter machen. Aber was bedeutet Achtsamkeit eigentlich? Laut dem Deutschen Fachzentrum für Achtsamkeit genau dies:

„Achtsamkeit ist eine Qualität des menschlichen Bewusstseins, eine besondere Form von Aufmerksamkeit. Es handelt sich dabei um einen klaren Bewusstseinszustand, der es erlaubt, jede innere und äußere Erfahrung im gegenwärtigen Moment vorurteilsfrei zu registrieren und zuzulassen. Mit zunehmender Achtsamkeit reduzieren sich gewohnheitsmäßige automatische und unbewusste Reaktionen auf das gegenwärtige Erleben, was zu einem hohen Maß an situationsadäquatem, authentischem und selbstbewusstem Handeln führt.“

Generell bin ich der Meinung, dass ich in vielen Punkten schon ganz gut darin bin, aber natürlich gibt es immer wieder diese Situationen in denen ich nicht richtig funktioniere. Ich muss dann immer daran erinnert werden, dass ich beispielsweise erst einmal in Ruhe meinen Mantel ausziehen und zu Hause ankommen sollte, bevor ich Judith halb ausgezogen direkt wieder eine Sprachnachricht aufspreche, weil mir wieder etwas im Kopf rumschwirrt. Zudem bin ich nicht wirklich gut darin Dinge nacheinander zu machen. Wenn ich beispielsweise esse, dann esse ich meistens nicht nur, sondern ich beantworte E-Mails oder mache To Do Listen (wenn auch nur gedanklich). Ich weiß, dass ich hier auf jeden Fall noch Optimierungsbedarf habe.

 

Vorsatz 2: Richtig konsumieren

Gerade im Moment ist es so, dass mich das Thema Konsum beschäftigt. Wir leben ja alle sehr im Überfluss, häufen immer mehr Sachen an und überlegen manchmal vielleicht auch nicht genügend, was wir wirklich kaufen. Meine Freunde nennen mich oft Messi, weil ich so gut wie Nix wegwerfen kann. Ich glaube: Ich bin für die Wegwerfgesellschaft einfach ein zu emotionaler Mensch. Mich erinnert einfach jedes Möbelstück, jedes Accessoire oder auch Kleidungsstück an eine bestimmte Geschichte. Hässliche Dinge, die ich auf meinen Reisen kaufte, werden trotzdem im Schrank gelagert. Ich erwähne jetzt hier lieber nicht, dass ich auch noch verschiedene Band T-Shirts aus den 90er Jahren in sämtlichen Schubladen horte. Aber darum geht es hier ja gar nicht. Es geht eher darum, dass ich bewusst und mehr qualitative Dinge kaufen möchte.

Ich erwische mich immer wieder dabei, wie ich auf die Schnelle einfach etwas kaufe. Erst letztens ist mir wieder eine Lampe kaputt gegangen und mein erster Gedanke war: Ach, die ist ja nur von einem schwedischen Möbelhaus, das ist nicht ganz so schlimm. Aber eigentlich möchte ich, dass ich es sehr schlimm finde, wenn etwas kaputt geht. Weil mein Herz eben an jedem Möbelstück hängen sollte. Natürlich möchte ich jetzt nicht in Heulkrämpfe ausbrechen, weil eine Lampe ihren Geist aufgibt, aber es soll doch so sein, dass diese Lampe für mich etwas Besonderes ist. Deswegen bin ich dafür, dass das Jahr 2017 im Zeichen von bewusstem Konsum stehen sollte.

Vorsatz 3: Was gut ist, soll auch gut bleiben

Ich finde es so schade, dass sich immer alles nur um die Dinge dreht, die sich ändern sollen. Vielmehr sollte man sich ja darauf besinnen, was man alles richtig macht. In meinem Leben läuft einfach so viel gut und das darf ich nicht vergessen. Wir sind so wahnsinnig privilegiert in Deutschland, müssen nicht um unser Leben bangen und dürfen weitestgehend so leben, wie wir möchten. Das sollten wir uns immer wieder sagen. Und damit ist auch eigentlich alles gesagt.

 


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