01. Wer bist du und was machst du, wo?

James Castle, Modedesigner aus England, seit acht Jahren in Berlin.

02. Was wolltest du eigentlich mal werden als du klein warst und warum bloß?

Architekt. Meine Eltern haben einige große Renovierungen an unserem Haus vorgenommen und ich fand die Planung und den Designprozess sehr spannend, sowohl im Hinblick darauf, wie das Haus aussehen würde als auch, wie es als Ort zum Leben funktioniert.

03. Was magst du an deiner Arbeit bzw. was macht sie besonders?

Ich kann kreativ sein und experimentieren. Wenn ich eine Idee habe, kann ich sie ausprobieren. Nicht jede Idee lässt sich umsetzen, aber wenn etwas klappt und ich dann vor dem fertigen Stück stehe, ist das eine große Befriedigung. Außerdem tut es gut, nach allem Grübeln etwas in der Hand zu haben, das ich selbst hergestellt habe.

Designer James Castle in seinem Berliner AtelierDie Beuteltasche The Penny in schwarz oder cognac Von der Clutch bis zur Handtasche- Handgemacht von James Castle

04. …und was überhaupt nicht? 

Ich verbringe sehr viel Zeit mit Ausschneiden von Papier, von Leder, von Stoff. Das gehört dazu, ich könnte aber darauf verzichten.

05. Was ist dein wichtigstes Arbeitsutensil?

Ohne meine Nähmaschine käme ich nicht weit.

An den Naehmaschinen werden Rucksack, Clutch und Handtasche vom Berliner Designer gefertigt

 

06. Was ist das Schönste an deinem Arbeitsplatz?

Die Dosen mit der Hardware für meine Taschen. Am liebsten mag ich gerade die Schnallen aus Messing, die aus England sind, und die neueste Tasche schmücken, die ich entworfen habe.

07. Woher bekommst du deine Ideen? Was inspiriert dich?

Ideen können von überall kommen, oft entwerfe ich eine Tasche aber mit einer bestimmten Person im Kopf, die mich inspiriert.

08. Was ist in den letzten Monaten mal so richtig schief gelaufen?

Ich glaube, in einem kleinen Unternehmen ist es normal, dass es immer drunter und drüber geht. Was mir nachts wirklich den Schlaf raubt, ist wenn es bei Arsenal, meinem Fußballteam, schlecht läuft.

09. Was ist dein nächstes Ziel? Welche Projekte stehen an?

Es liegen immer Projekte herum, die halb angefangen sind, und ein Ziel ist, mich besser zu organisieren und mehr von den halben Projekten ganz umzusetzen. Als nächstes werde ich wohl eine Strandtasche entwerfen. Es kommt mir zwar gerade nicht so vor, aber der nächste Sommer kommt!

„Berlin hat eine Offenheit, die in London so nicht existiert“

 

10. Ursprünglich kommst du aus England. Was hat Berlin und Deutschland für dich in Bezug auf Produktdesign und Fashion was England nicht hat?

In Berlin treffen viele kreative Talente aufeinander und ich mag den gemeinschaftlichen Geist. Die Stadt hat eine Offenheit, die in London nicht existiert. Die Leute sind sehr viel bereiter, ihre Erfahrungen und ihre Expertise zu teilen.

 

11. Aktuell findet die Berliner Fashion Week statt. Wie siehst du Berlin als Modestadt? Wie relevant ist die Fashion Week für dich als Modedesigner?

Ich finde es sehr positiv, dass so viele Menschen aus der ganzen Welt nach Berlin für die Tradeshows kommen, ich sehe bloß nicht, dass sie auch die Fashion Week besuchen. In der Berliner Modeszene steckt viel Versprechen, das sie noch nicht so weit eingelöst hat, wie sie könnte. Für mich persönlich und mein Label hat die Fashion Week keine besondere Wichtigkeit, aber ich hoffe, dass sich das in Zukunft ändert.

© Fotos: James Castle


Lieben Dank an James für seine Zeit! Ihr solltet unbedingt mal reinschauen, denn im Shop zeigt James neben seiner Clutch und der ein oder anderen Tasche auch seit kurzem den praktischen Leder Rucksack „The Arden“! Wir sind verliebt <3

 

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