Jan-Ole Schmidt ist selbst Fotograf und arbeitet als Produktmanager beim Online-Fotolabor WhiteWall. Wir haben mit Jan-Ole gesprochen um mehr zum Konzept von WhiteWall, was und wer dahinter stecken, den Bestsellern und natürlich alledem, was die Käufer*innen in Zukunft erwartet, zu erfahren.

Lieber Jan-Ole, erzähl doch mal. Was ist WhiteWall und wofür steht ihr?

WhiteWall ist ein Online-Fotolabor, bei dem man seine eigenen Bilder hochladen und in Galerie-Qualität veredeln lassen kann. Ob echter Fotoabzug hinter Acrylglas, HD Metal Print, Leinwanddruck, ultraHD-Abzüge, Fotobücher oder -kalender – auf WhiteWall.com stehen über 1.000 Produktvarianten zur Wahl. Übrigens können alle Bilder für die Wand im zentimetergenauen Wunschformat und ohne Beschnitt bestellt werden, so ungewöhnlich die Seitenverhältnisse auch sind. Gestartet sind wir als der exklusive Produzent aller bei der weltweit agierenden Editionsgalerie LUMAS erhältlichen Kunstwerke. Als hier immer mehr Kunden fragten, ob man auch seine eigenen Bilder in derselben Qualität bestellen könne, wurde schnell deutlich, dass der Bedarf für Hobbyfotografen, Enthusiasten und Profis nach einer Plattform wie WhiteWall groß ist, so dass wir unsere Produkte für den Endkunden zugänglich gemacht und die Webseite WhiteWall.com erstellt haben.

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Seit wann gibt es WhiteWall und wie seid ihr aufgestellt? Wenn man sich auf eurer Homepage so umschaut, steht hinter WhiteWall ein beachtliches Team.

Gegründet wurde WhiteWall 2007, d.h. wir gehen mit großen Schritten auf unser zehnjähriges Jubiläum zu. Getragen wird die Marke von derzeit 180 Mitarbeitern, die für die unterschiedlichsten Bereiche tätig sind. Natürlich ist das Herzstück unser Fotolabor, das seinen Sitz in Frechen bei Köln hat. Andere Abteilungen, wie etwa Produkt Management, PR und Marketing oder auch Software-Entwicklung, arbeiten allerdings von unserem Headquarter in Berlin aus.

Wir haben gesehen, dass ihr ja auch einige Stores (u.a. in Berlin) eröffnet habt. Was erwartet einen dort?

Wir haben derzeit drei Stores in Deutschland. Nach Düsseldorf, Berlin und München folgt im November noch ein Store in Hamburg. Und im Oktober haben wir gerade erst in New York unsere erste Dependance eröffnet. Wir legen großen Wert auf dieses Multi-Channel-Konzept, d.h. dass unser gesamtes Produktportfolio auch haptisch erlebt werden kann – ein großer Vorteil im Gegensatz zu ausschließlich online agierenden Fotodienstleistern. Kunden sind also nicht mehr nur an unsere Website gebunden und haben neben dem Kundenservice online oder per Telefon eine weitere Anlaufstelle. So sind unsere Mitarbeiter vor Ort wichtige Ansprechpartner, wenn es darum geht, etwa Fragen zum passenden Produkt zu beantworten, sie geben Tipps zum Hängen oder Arrangieren der Bilder oder helfen Fotografen bei der Konzeption der eigenen Ausstellung. Außerdem kann man seine Fotos direkt im Store bestellen oder auch dahin liefern lassen.

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Habt ihr Unterschiede im Store Konzept & Store Design gemacht, abhängig von der Stadt, in der ihr einen solchen eröffnet habt? Wenn ja, inwiefern?

Unsere Stores folgen dem gleichen Gestaltungskonzept. So haben wir den Bestellprozess unserer Website an den Wänden visualisiert und in drei Schritte aufgeteilt: die Produktauswahl, das Festlegen des Formats und als letzten Schritt das optionale Hinzufügen eines Rahmens, hier bieten wir über 80 handgefertigte Varianten an. Wir möchten, dass die Kunden die Unterschiede zwischen den einzelnen Produkte selbst erleben und sie miteinander vergleichen können, dass sie die verschiedenen Formatoptionen sehen, um so die perfekte Wahl der passenden Veredelungsvariante treffen zu können.

„Erst wenn alles funktioniert, wie wir es uns vorgestellt haben, sich das Produkt hält und sich problemlos versenden lässt, findet es seinen Weg auf unsere Website“

 

Was macht euch (vielleicht auch im Vergleich zu anderen Anbietern) aus?

Sicherlich ist einer der Unterschiede zu anderen Anbietern, dass wir mit unseren Stores eine Offline-Präsenz schaffen, die es so in dieser Art kein zweites Mal gibt. Darüber hinaus ist natürlich auch die Galerie-Qualität unserer Bilder eines unserer Markenzeichen. Diese können alle im zentimetergenauen Wunschformat und je nach Produkt bis zu einer Größe von 180 x 270 cm bestellt werden. Aber auch die Individualisierung der Produkte hebt uns zu anderen Anbietern ab. So kann beispielsweise bei dem echten Fotoabzug unter Acrylglas nicht nur die Stärke des Acryls, sondern auch aus unterschiedlichen Fotopapieren gewählt und je nach Geschmack mit einer von über 80 Rahmenmodellen kombiniert werden.

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Verrate uns euren Bestseller.

Unser Bestseller ist der echte Fotoabzug unter Acrylglas. So werden auch nahezu alle Kunstwerke in den LUMAS-Galerien präsentiert, wodurch diese Veredelungsvariante bekannt wurde. Fotos erhalten eine beeindruckende Tiefe und wirken durch das Acrylglas plastischer. Für diese Kaschierung arbeiten wir mit einem flüssigen Silikon, das das Acrylglas mit dem Fotoabzug verbindet. Vorteil ist, dass das Silikon niemals vollständig aushärtet und sich Temperaturschwankungen anpasst, sodass keine Biegungen und Risse entstehen. Spannend ist sicherlich auch der ultraHD-Abzug, der erst seit kurzem als reiner Abzug oder in Kombination mit 2 oder 4 mm dickem Acrylglas erhältlich ist. Dank einer völlig neuen Technologie ist eine doppelt so hohe Auflösung wie bei herkömmlich entwickelten Fotos möglich, sodass die Abzüge eine nie dagewesene Schärfe und hohen Detailreichtum aufweisen. Eine echte Revolution auf dem Fotomarkt!

 

Die Editionen von LUMAS werden von euch entwickelt und anschliessend in den    LUMAS-Galerien präsentiert. Kannst du uns etwas zu LUMAS erzählen? Welche Bilder „schaffen“ es, bei LUMAS präsentiert zu werden? Und wie steht die „Kunstszene“ zum Konzept von LUMAS „Kunst erschwinglich zu machen“?

Klassische Galerien bieten in der Regel großformatige Unikate oder Werke mit Auflagen von 3 bis 5 Exemplaren zu hohen 4- oder 5-stelligen Preisen für erfahrene Sammler, Institutionen und Museen an. Durch das Prinzip, die Auflagenhöhe leicht anzuheben und signierte, nummerierte Prints mit Auflagen von etwa 75 bis 150 Exemplaren zu verkaufen, können Werke zu erschwinglicheren Preisen angeboten werden.

Das LUMAS Portfolio ist ausgesprochen vielseitig: Zwar ist die Galerie auf Fotografie spezialisiert, zeigt aber genauso Positionen aus Malerei und Grafik sowie Collagen oder Fotomontagen. Ausschlaggebend ist immer, ob der Künstler einen bestimmten Stil hat, der sich in einer Werkreihe niederschlägt. Das Motiv muss nachhaltig faszinieren. Eine Fotografie, die man sich an die Wand hängen möchte, sollte auch ohne bestimmten Kontext, nur für sich selbst funktionieren. LUMAS arbeitet mit vielen Galerien zusammen und die Bedenken, die einige wenige in den Anfängen eventuell hatten, sind verflogen. Vielmehr werden Interessierte & potentielle Sammler an die Hand genommen und die ersten Schritte mit ihnen gemacht, insofern trägt LUMAS auch dazu bei, dass sich mehr Menschen für Kunst und Fotografie interessieren, was letzten Endes allen Galerien zu Gute kommt.

 

Als Produktmanager bei WhiteWall bist du viel mit neuen Ideen und Produkten beschäftigt. Nach welchen Kriterien entwickelt ihr neue Produkte? Wie oder durch was lasst ihr euch inspirieren? Was beeinflusst den Prozess?

Für uns ist zum einen wichtig, dass das Produkt den hohen Ansprüchen von Profi- und Hobby-Fotografen sowie Enthusiasten entspricht, zum anderen aber unser Portfolio sinnvoll ergänzt und sich gleichzeitig von Vorhandenem abgrenzt. In dem Zusammenhang ist natürlich auch wichtig, dass das Material in puncto Langlebigkeit und Bildwiedergabe hochwertig und vor allem verlässlich produzierbar ist. Aber nicht nur diese Kriterien beeinflussen, ob es ein Produkt in unser Portfolio schafft. Das Kundenfeedback über unsere Stores, den Kundenservice oder aber Messen und Workshops ist eine maßgebliche Inspirationsquelle.

Darüber hinaus haben auch unsere Ambassadors oder die Mitarbeiter von LUMAS immer wieder neue Ideen, welche Produkte zum einen für WhiteWall, zum anderen aber auch für die LUMAS Galerien eine passende Ergänzung sein könnten. Entscheidend für diesen Prozess sind unsere Qualitätskriterien, anhand derer wir neue Produkte testen und beurteilen. Wenn alles funktioniert, wie wir es uns vorgestellt haben, es hält und sich problemlos versenden lässt, findet das Produkt seinen Weg auf unsere Website.

Vorgeschmack: Kannst du uns schon sagen, was uns und die Kunden als nächstes erwartet? Was habt ihr in der „Pipeline“?

Passend zur Weihnachtszeit bieten wir seit neustem Fotokalender zum Selbstgestalten an. Die edlen und zurückhaltenden Designs legen hier den Fokus auf das Wesentliche: das Motiv. Genau das, wofür WhiteWall steht. Zur Wahl stehen hier zehn unterschiedliche Formate und vier Papiere: von Naturpapier über Hochglanz und Premium-Standard bis hin zum Strukturpapier ist hier für jeden Geschmack das Passende dabei.

 

© Fotos: Winterliche Bilder: WhiteWall, living4media, Vetter, Mischa / Weihnachtsgeschenke, stehende Bilder, Skandinavische Landschaft, Jan-Ole Portrait, Direktdruck auf Holz: WhiteWall / Textilprints gerahmt: WhiteWall, Objekte von Classicon / Textilprints: WhiteWall, Objekte von BoConcept / Bilderleiste: WhiteWall, fotolia


In freundlicher Zusammenarbeit mit WhiteWall

 

 

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