01. Wer seid ihr und was macht ihr, wo?

Hallo, wir sind Studio Rabotti aus Düsseldorf Flingern. Entgegen dem Vorurteil, dass der Illustrator ein kauziger Einzelgänger ist, haben wir uns Anfang des Jahres als Illustratoren-Kollektiv zusammen getan. Jeder für sich, aber alle zusammen unter einem Dach. Mit einem Augenzwinkern vermittelt der Name was sieben Kollegen und Kumpels täglich zusammenführt. „Rabotti!“, ein russisch-italienischer Wortmix, bedeutet: „Arbeit!“. Der Ausruf „Rabotti, Rabotti“ wird im Ruhrgebiet und über seine Grenzen hinaus verstanden.

Arbeit ist für uns Spiel- und Standbein zugleich – sie bestimmt unser berufliches und privates Leben. Zum einen erfordert Sie Professionalität, Erfahrung und Durchhaltevermögen, um anwendbare Ergebnisse zu erzielen. Zum anderen schafft sie Selbstverwirklichung, Spaß, Freiheit, Kunst.

Wir, die Atelierbewohner Brian Storm, Annika Kelm, Rumi Benecke, Jennifer Daniel, Stephan Lomp, Max Fiedler und Moritz Blumentritt beherzigen und beherrschen beides. Jeder von uns hat seinen eigenen Stil. Gemeinsam decken wir eine große Vielfalt ab und sind eine Adresse für geballte Illu-Power in diversen Bereichen.

Skizzen und Scribbles in Schwarz Weiss im Studio Rabotti Duesseldorf

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Aquarelle in der Mache im Kuenstler Kollektiv Studio Rabotti

Kuenstler und Kreative bei der Arbeit im Duesseldorfer Studio Rabotti

 

02. Was wolltet ihr eigentlich mal werden als ihr klein wart und warum bloß?

Max Fiedler: Als Kind hatte ich eine Knochensammlung und eine Fossiliensammlung. Ich wollte Paläontologe oder Archäologe werden.

Stephan Lomp: Früher war das immer Superheldencomiczeichner, jetzt eher zeichnender Reise-Tagebuch-Autor oder, falls das mit dem zeichnen nicht geklappt hätte, wäre ich gerne Kioskbesitzer.

Moritz: Gewichtheber im Zirkus.

Annika: Drucke von Joan Miró und Janosch hingen in meinem Kinderzimmer. Sie waren meine ersten großen Vorbilder. Also war es für mich damals klar: Ich werde Malerin.

Brian Storm: Superheld, damit man tun und lassen kann was man will.

Jennifer Daniel: Ich hoffe mein Traumberuf war Astronautin, denn ehrlich gesagt kann ich mich nicht erinnern. Aber Astronautin wäre ich heute immer noch gern gewesen.

Rumi Benecke: Superschurkin, weil man dann wirklich alles machen kann was man will und Brian was zu tun hat.

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Aquarell Zeichnung mit Hunden

 

„Wir sehen am Ende was wir getan haben und das macht uns glücklich“

 

03. Was mögt ihr an eurer Arbeit bzw. was macht sie besonders?

Wir sind alle sehr glücklich mit der Tätigkeit, mit der wir unseren Lebensunterhalt verdienen und die uns am meisten Spaß macht, das Zeichnen. Das bedeutet etwas Greifbares zu schaffen und mit den eigenen Händen zu kreieren. Wir sehen am Ende was wir getan haben und das macht uns glücklich. Da wir alle unsere Zeit selber einteilen können, genießen wir die Freiheit
neben regulären Jobs auch eigene Projekte anzustoßen.

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Zeichnung kleiner Junge auf Berg mit Riesen aus Stein

 

04. …und was überhaupt nicht? 

Öder Papierkram. Der muss zwar sein, aber wir sind uns alle einig; Wir lieben Papier, solange man drauf zeichnen kann.

 

05. Was ist euer wichtigstes Arbeitsutensil?

Hand mit Stift, beziehungsweise Hand mit Ding, das ein Bild erzeugen kann. Wir sind da recht flexibel. Bleistift, Buntstift, Tuschefeder, Pinsel, Linoleumschnitzmesser oder eben der Stift für das digitale Zeichentablett – das sind unsere täglichen Werkzeuge. Ein geschultes Auge darf natürlich auch nicht fehlen.

 

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brian-storm-zeichnung-schwarz-weiss Bunter Totenkopf

 

Schwarz Weiss Zeichnung von Brian Storm

Annika Kelm Unter Pinien mit einem Designer Kissen mit Vogel in Schwarz Weiss Zeichnung und Illustration von Annika Kelm von Unter Pinien

 

Ansicht ins Studio Rabotti Duesseldorf

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06. Was ist das Schönste an eurem Arbeitsplatz?

Zum einen natürlich die Menschen. Wir schätzen den täglichen Austausch, der die Qualität unserer Arbeit steigert und uns stetig neu inspiriert. Zum anderen sind wir sehr froh in unserem schönen Studio arbeiten zu können. Wir lieben unser Büro und samt Hinterhof, den wir uns mit vielen anderen Kreativen teilen. In unserem Büro gefällt unser besonders unser Besprechungsraum. (Auf dem Bild sieht man unseren Besprechungs- / Austellungs- und Pausenraum). Hier besprechen wir nicht nur mit unseren Kunden Ideen und Projekte, sondern essen gemeinsam, überlegen kommende Projekte oder schmieden Pläne fürs Wochenende.

 

07. Woher bekommt ihr eure Ideen? Was inspiriert euch?

Musik und Podcasts werden hier viel konsumiert. Museen, Ausstellungen, aber auch der losgelöste, freundschaftliche Austausch miteinander, ist eine Quelle für gute Ideen.

 

08. Was ist in den letzten Monaten mal so richtig schief gelaufen?

Bisher lief alles verdächtig reibungslos, der einzige Fehler den wir fast begangen hätten war, dass wir uns im ersten Moment gegen das Büro auf der Ackerstraße entschieden hatten. Einfach aus dem Grund, dass wir uns bisher kein weiteres Büro angesehen hatten. Das nennt man dann wohl Liebe auf den ersten Blick.

 

09. Was ist euer nächstes Ziel? Welche Projekte stehen an?

Jeder von uns hat seine ganz persönlichen beruflichen so wie illustrativen Ziele, sei es das eigene Comic zu kreieren, eine Einzelausstellungen zu planen, sich in anderen Illustrativen Bereichen, wie dem Graphic Recording zu positionieren, das eigene Label weiter voran zu treiben, und vieles mehr. Uns sind aber auch in Zukunft gemeinsame Projekte sehr wichtig. Beispielsweise findet im November ein Holzschnittworkshop im Studio Rabotti statt. Die Ergebnisse präsentieren wir dann in einer kleinen Ausstellung in unserem Atelier. Wer also am 24.11.2016 noch nichts vor hat sollte zu „Flingern at Night“ bei uns vorbei schauen.

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10. Was schätzt ihr an Düsseldorf als eure „Kreativ-Stadt“? Was bietet euch die Stadt, was andere nicht haben, was fehlt? 

Düsseldorf im Speziellen ist bekannt für seine großen Werbeagenturen und Modefirmen, für Altbier und eben das größte Dorf des Landes zu sein. Klarer Heimvorteil für uns. Denn wir alle haben an der Fh Düsseldorf studiert und sind teilweise gebürtige Düsseldorfer. Über die Jahre hat jeder von uns ein Netzwerk aus kreativen und Kunden geknüpft, aus dem wir neue Aufträge, interessante Projekte und Inspiration schöpfen.

 

11. Was ihr der Welt schon immer mal sagen wolltet:?

Rabotti, Rabotti! Aber immer mit Leidenschaft und Freude!

 

 

Lieben Dank Ihr Rabottis! Annika Kelm hatten wir übrigens bereits einmal hier auf dem Blog vorgestellt. Ihre Produkte findet ihr darüber hinaus hier. Brian Storm haben wir schon hier interviewed und zeigen auch ein paar seiner schönen Zeichnungen. Und Jennifer Daniel hat euch hier bereits die ein oder andere Arbeit von sich gezeigt. Viel Kreativ-Liebe also in Düsseldorf’s Rabotti Atelier <3

© Fotos Portraits: Josua Dunst

 


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